Politik in der Isartalkommune Neuer Ickinger Gemeinderat

Julian Chucholowski ist in Icking aufgewachsen. Nun sitzt er für die SPD auch im Gemeinderat.

(Foto: Hartmut Pöstges)

Julian Chucholowski übernimmt Amt von Christian Mielich

Er ist der Neue im Ickinger Gemeinderat: Julian Chucholowski (SPD) rückt für Christian Mielich nach. Chucholowski ist seit Januar 2018 Vorsitzender des SPD-Ortsvereins. Mit seinen 36 Jahren hat er den Vorstand deutlich verjüngt. Nun möchte er auch "frischen Wind" in den Gemeinderat bringen, sagte er auf Nachfrage. Ihm gehe es vor allem um wohnpolitische Fragen. In der Gemeinde gebe es viel zu wenig bezahlbare Wohnmöglichkeiten für Menschen, die in der Pflege oder im Kindergarten arbeiten und sich die teuren Einfamilienhäuser nicht leisten können. "Die Gemeinde muss mehr in den Wohnungsbau und in Mehrfamilienhäuser investieren", findet er. "Wer in Icking arbeitet, soll hier auch eine Wohnung finden." Wie sehr es daran mangelt, habe "der Fall Stephanie" mit der abgebrannten Reitschule gezeigt. Es sei praktisch unmöglich gewesen, innerhalb der Gemeinde Unterkünfte für die obdachlos gewordenen Bewohner zu finden. Chucholowski ist zudem Gründungsmitglied und Vorsitzender der parteifreien Bürgerinitiative Verkehrssicherheit in Icking (BIVI), die für den Schutz von Fußgängern und Radfahrern kämpft. Vor diesem Hintergrund will er sich dafür einsetzen, dass endlich der Radweg zwischen Icking und Ebenhausen gebaut wird. Ebenso ist ihm die Fußgängerbrücke über die B 11 zwischen Spatzenloh und Icking eine Herzensangelegenheit, ein Vorhaben, der schon lange im Gespräch, aber wieder ins Stocken geraten ist. "Das dürfen wir nicht aus den Augen verlieren." Es gehe um die Sicherheit der Kinder. Chucholowski, der in Icking aufgewachsen ist, ist von Beruf Ingenieur. Mit seiner Familie lebt er im Ortsteil Spatzenloh. Am Montag wurde er im Gemeinderat vereidigt. Er ist Mitglied im Familienausschuss sowie Stellvertreter im Finanz- und Planungsausschuss. Sein Vorgänger Christian Mielich, der "ohne Angaben von Gründen am 27. März mitteilte, dass er vom Amt zurücktritt", wie Bürgermeisterin Margit Menrad (UBI) verlas, wurde recht nüchtern und ohne große Dankesworte verabschiedet. Nachdem die Räte seinen Rücktritt einstimmig angenommen hatten, folgte ein "fliegender Wechsel" (Menrad) und Mielich überließ seinen Stuhl seinem Nachfolger.