Erneuerbare Energien:Zweimal Photovoltaik in Münsing

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Erneuerbare Energien: Häufig grasen, wie hier in Penzberg, Schafe unter Freiflächen-Photovoltaikanlagen.

Häufig grasen, wie hier in Penzberg, Schafe unter Freiflächen-Photovoltaikanlagen.

(Foto: Harry Wolfsbauer)

In Garmischer Autobahnnähe sowie nördlich von Degerndorf sollen zwei Freiflächenanlagen entstehen.

Von Benjamin Engel, Münsing

Kaum hat die Kommune Münsing Leitlinien zum Bau von Photovoltaik-Freiflächenanlagen verabschiedet, hat sich das Gremium mit Anträgen für zwei Standorte befassen müssen. Nahe der Ausfahrt von der Garmischer Autobahn 95 nach Münsing will das Unternehmen Actensys Module mit 2,5 Megawatt Leistung auf 2,7 Hektar Fläche errichten. In einer Senke nördlich von Degerndorf - 200 bis 250 Meter vom Futtermittelhersteller Agrobs entfernt - plant die Starnberger Firma Greenvest Solar eine knapp fünf Hektar große Freiflächenanlage mit 4,8 Megawatt Leistung für die Agrobs-Inhaber-Familie Berger. Der Gemeinderat billigte in seiner jüngsten Sitzung jeweils gegen eine beziehungsweise zwei Gegenstimmen, dass dafür vorhabenbezogene Bebauungspläne aufgestellt werden sollen.

Von einem Investitionsvolumen von 1,7 Millionen Euro sprach Martin Neher von Actensys für den autobahnnahen Standort. "Wir verfestigen die Fläche nicht", sagte er. Lediglich die Verankerungspfosten für die Konstruktion würden 1,2 bis 1,5 Meter in den Boden gerammt. Die PV-Module hätten einen Abstand von 80 bis zwischen 2,5 und drei Metern zum Boden, so der Prokurist des Unternehmens mit Sitz in Ellzee und Weilheim. Auf der Fläche könnten einheimische Gräser und Kräuter wachsen. Gute Erfahrung mache man auch mit Schafbeweidung. Die Fläche werde eingezäunt, jedoch auch mit Hecken oder Sträuchern bepflanzt. Actensys sei zudem offen für Bürgerbeteiligungsmöglichkeiten.

Von Münsing aus ist die Anlage nicht zu sehen. Doch Thomas Schurz (CSU) gab zu bedenken, dass die Anlage direkt östlich des auf einer Anhöhe stehenden, internetbekannten "Tree of Münsing" errichtet werden solle. Zudem nehme sich die Kommune damit die einzige Chance, dort ein für Münsing verkehrsentlastendes Gewerbegebiet zu errichten. Der zweite Standort bei Degerndorf war für Schurz zu groß.

Durch die Senkenlage ist dieser Standort zwar wenig einsehbar. Den Standort mitten in der Landschaft fand aber Tobias Eckart (FW) kritisch.

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