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Photovoltaik:Leserbrief

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Fördern statt zwingen

Zu "Kein Zwang zu Photovoltaik" vom 16. Juli:

Es mag nach der Unwetterkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und den akuten Überschwemmungen im Berchtesgadener Land vermessen klingen: Sollten wir nicht alle versuchen, solche Starkregenereignisse zu reduzieren und die Erzeugung von Kohlendioxid - etwa durch fossile Energieerzeugung - zu beenden? Schließlich ist auch Penzberg vor Starkregenereignissen nicht gefeit. Der Ausstieg aus der fossilen Energiegewinnung und die Mobilitätsperspektive "Elektromotor" tut ein Übriges, alternativen Energiebedarf steigen zu lassen.

Die Fraktion der Grünen im Penzberger Rathaus hat nun den Antrag gestellt, wonach in allen neuen Bebauungsplänen festgeschrieben werden soll, dass Solarthermie und/oder Photovoltaik-Anlagen auf Dächern verpflichtend zu errichten sind. Das ist rechtlich möglich. Auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder soll sich inzwischen für einen Zwang zur Photovoltaik aussprechen.

Wo aber kann ein solcher Zwang ausgeübt werden? Doch nur bei Neubauten im Rahmen eines Bebauungsplans. Bestehende Gebäude werden ohne diese Anlagen nicht zum "Schwarzbau". Das größte Potenzial in Penzberg liegt aber auf den bestehenden Dächern. Größere potenzielle Neubaugebiete sind kaum vorhanden. Bereits vor der Kommunalwahl wurde daher im Penzberger Stadtrat beantragt, die Installation von Photovoltaik-Anlagen mit finanziellen Anreizen zu fördern. Ob das nun Zuschüsse für die Errichtung solcher Anlagen, die Vermietung von Dachflächen an die Stadtwerke oder attraktive Abnahmeverträge für Photovoltaik sind - darüber lässt sich diskutieren. Das dürfte "mehr bringen" als der Zwang zum Bau, die den Betrieb nicht einschließen kann. Die Stadt Penzberg könnte mit ihren eigenen Immobilien ja schon mal ein Zeichen setzen.

Sind Verbote und Zwang wirklich die besseren Lösungen?

Erich Sczepanski,Vorsitzender der Bürger für Penzberg

© SZ vom 20.07.2021
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