Penzberger Bauprojekt:Start an der Birkenstraße

Neubau 149 Wohnungen Penzberg

Symbolischer Spatenstich: An der Birkenstraße sollen bezahlbare, ansprechende und ökologisch nachhaltige Wohnungen entstehen.

(Foto: Manfred Neubauer)

Symbolischer Spatenstich für 149 neue Wohnungen

Von Alexandra Vecchiato, Penzberg

Im August geht es los mit dem Bau des ersten Mietshauses an der Birkenstraße. An diesem Dienstag versammelten sich Vertreter der Stadt Penzberg, der Planer und ausführenden Firmen sowie der Regierung von Oberbayern auf dem Areal schon einmal zum symbolischen Spatenstich. 149 städtische Wohnungen sollen im östlichen Bereich des Geländes realisiert werden - bezahlbar, ansprechend und ökologisch nachhaltig. 55 Millionen investiert Penzberg in das bislang größte und teuerste Wohnbauprojekt ihrer Geschichte. Mehr als 24 Millionen Euro gewährt die Regierung von Oberbayern an Förderung.

Seit 2015 beschäftigt sich der Stadtrat mit dem Vorhaben an der Birkenstraße. Das Baugebiet ist in zwei Bereiche unterteilt: Im Westen entstehen Doppel- und Einfamilienhäuser vorwiegend im Einheimischenmodell, vier Grundstücke wurden im Bieterverfahren auf dem freien Immobilienmarkt angeboten. Im Osten baut die Stadt selbst. "Diese 149 Wohnungen sind extrem wichtig für uns", sagte Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) beim Festakt. Im Jahr 2023 soll das erste Mietshaus fertiggestellt sein, die gesamte Anlage wird voraussichtlich im Sommer 2024 bezugsfertig sein. Begonnen wird mit den Bauarbeiten am unteren Ende des Hanggrundstückes in Richtung bestehender Wohnsiedlung. Die Arbeiten werden Wohnblockreihe für Wohnblockreihe von Süden nach Norden den Hang hinauf zur Wölflstraße vonstatten gehen.

Auch für die Bezirksregierung sei dies eines der größten Förderprojekte in Oberbayern, sagte Doris Schmid-Hammer, leitende Baudirektorin bei der Regierung von Oberbayern. Viele Kommunen würde davon sprechen, bezahlbaren Wohnraum schaffen zu wollen, aber den Worten Taten folgen zu lassen, machten nur wenige. Wobei in Penzberg "einiges gut gelaufen" sei, sagte Schmid-Hammer - etwa, dass der Stadt ein derart großes Grundstück zur Verfügung stand. Lob erhielt ferner das Planungsbüro. "Es werden sehr schöne Wohnungen werden", sagte die leitende Baudirektorin. Auch sei es gut gewesen, das Areal nochmals umzuplanen. Ursprünglich sollten 171 Wohnungen in durchgängig viergeschossigen Blöcken entstehen. Dies empfanden nicht nur die Architekten als "zu dicht", eine Mehrheit im Stadtrat entschied sich für eine Reduzierung. "Das ist eine gute Lösung, weil so ein gutes Quartier entstehen kann", betonte Schmid-Hammer. Die beste Entscheidung der Stadt indes sei gewesen, das Projekt "Birkenstraße" fördern zu lassen. Neben dem Zuschuss gibt es für Städte und Gemeinden die Möglichkeit, ein zinsloses Darlehen von bis zu 33 Millionen Euro abzurufen.

© SZ vom 28.07.2021
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