Konstituierende Sitzung in PenzbergStadt mit „außergewöhnlicher Kraft“

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Nun ist es endgültig offiziell: Bürgermeister Thomas Kopf (PM, rechts) legte bei der konstituierenden Sitzung des Penzberger Stadtrats seinen Amtseid ab.
Nun ist es endgültig offiziell: Bürgermeister Thomas Kopf (PM, rechts) legte bei der konstituierenden Sitzung des Penzberger Stadtrats seinen Amtseid ab. Harry Wolfsbauer

In seiner Antrittsrede hebt der neue Bürgermeister Thomas Kopf das große Potenzial Penzbergs hervor. Zu seinen Stellvertretern werden Hardi Lenk und Georg Kurz gewählt.

Von Alexandra Vecchiato, Penzberg

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Es war nicht der Abend der Penzberger CSU. Obwohl sie die stärkste Fraktion im neuen Stadtrat sind, werden die Christsozialen keinen Bürgermeister-Stellvertreter stellen. Sowohl bei der Wahl zur Zweiten als auch zur Dritten Bürgermeisterin fiel Maria Probst durch. Erster Bürgermeister Thomas Kopf (PM) betonte in seiner Antrittsrede, dass die Stadt vor herausfordernden Jahren stehe.

Zu Beginn der konstituierenden Sitzung, ehe AfD-Stadtrat Holger Greufe dem neuen Bürgermeister Kopf den Amtseid abnahm, erinnerte der evangelische Pfarrer Julian Lademann im Namen seines katholischen Kollegen Bernhard Holz und Imam Benjamin Idriz an jene „dunklen Zeiten“, in denen die Kirchen versagt und den Mund gehalten hätten. Dies sei nun anders: Man stehe für Demokratie und Frieden in der Stadt. Wer im Ehrenamt Anfeindungen erlebe, müsse dies nicht alleine durchstehen. „Wir sind für euch da, wir machen euch Mut und wir wehren uns auch.“

Die neuen Stadträte (v.l.): Christian Rabeler, Clemens Meikis, Alexander Hohm, Stefan Korpan, Benno Arnstadt, Georg Kurz, Andreas Zurmühl, Wolfgang Schweiger und Holger Greufe.
Die neuen Stadträte (v.l.): Christian Rabeler, Clemens Meikis, Alexander Hohm, Stefan Korpan, Benno Arnstadt, Georg Kurz, Andreas Zurmühl, Wolfgang Schweiger und Holger Greufe. Harry Wolfsbauer

Greufe erklärte in seiner Rede, dass er die Ehre habe, Bürgermeister Kopf auf die Bayerische Verfassung zu vereidigen. Nach seiner Amtseinführung blickte Kopf trotz der finanziellen Engpässe optimistisch in die Zukunft. Wenn man auf Penzberg schaue, sehe man nicht nur Herausforderungen. „Man sieht vor allem eine Stadt mit außergewöhnlicher Kraft.“ Diese liege in den Menschen: „Penzberg war immer eine Stadt, die von Menschen getragen wurde, die angepackt haben. Von Menschen, die Verantwortung übernommen haben. Von Menschen, die sich eingemischt haben. Von Menschen, die füreinander da waren.“

Penzberg habe sich immer wieder neu erfinden müssen, sagte Kopf und erinnerte an den Wandel vom Bergbauort zum modernen Industriestandort. „Diese Fähigkeit zur Erneuerung gehört zu unserer DNA als Stadt.“ Im Übrigen wünsche er sich, dass „dieser Stadtrat ein Ort wird, an dem es nicht darum geht, die eigene Meinung durchzubringen, sondern darum, zu verstehen, warum das Gegenüber eine andere Meinung hat“.

Bei der Wahl von Kopfs Stellvertretern wurden Hardi Lenk von der SPD mit 16 zu neun Stimmen zum Zweiten Bürgermeister gewählt. Probst erhielt neun Stimmen. Dritter Bürgermeister wurde Georg Kurz (Grüne) mit 14 Stimmen. Gegen ihn trat neben Probst (sieben Stimmen) auch noch Armin Jabs (Bürger für Penzberg) an, der vier Stimmen auf sich vereinigen konnte.

Neun Stadträte vereidigt

Vereidigt wurden auch die neuen Stadträte Christian Rabeler (CSU), Clemens Meikis und Benno Arnstadt (beide SPD), Wolfgang Schweiger und Georg Kurz (beide Grüne) sowie Alexander Hohm (PM), Andreas Zurmühl (BfP) und Holger Greufe (AfD). Ebenfalls neu vereidigt werden musste Stefan Korpan (CSU), vormals Bürgermeister, da er nun als Stadtrat dem Gremium angehört.

Bei den Fraktionssprechern gab es ebenfalls Wechsel: Aleksandar Trifunovic hat diese Funktion bei der CSU übernommen, Elke Zehetner bei der SPD. Bei den Grünen gab es eine Rotation: Kerstin Engel ist erneut Sprecherin. Armin Jabs bleibt Vorsitzender bei der BfP.

In den drei Ausschüssen des Stadtrats haben SPD und CSU jeweils zwei Sitze, PM, Grüne und BfP je einen Sitz. Die AfD ist nicht vertreten.

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