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In Penzberg:39-Jähriger sticht mit Messer auf Ehefrau ein

Gewalttat in Penzberg â€" Täter von Polizei gefasst

Die Polizei konnte den mutmaßlichen Messerstecher noch am Sonntagabend festnehmen.

(Foto: Dominik Bartl; Dominik Bartl)

Anwohner halten den mutmaßlichen Täter fest, bis ihn die Polizei festnehmen kann. Opfer schwebt nach Not-Operation nicht in Lebensgefahr

Von Alexandra Vecchiato

Vermutlich mit einem Messer hat am Sonntagabend in Penzberg ein 39 Jahre alter Mann seine sieben Jahre jüngere Ehefrau schwer verletzt. Der Tat ging nach Polizeiangaben wohl ein Streit zwischen den beiden voraus. Das Opfer, die 32-jährige Ehefrau, musste noch am selben Abend operiert werden. "Nach Auskunft der Ärzte muss nicht mit einem Ableben der Frau gerechnet werden", teilt Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, mit. Der tatverdächtige Ehemann konnte von der Polizei noch an Ort und Stelle festgenommen werden. Er wurde im Laufe des Montags auf Antrag der Staatsanwaltschaft München II wegen des Vorwurfs des versuchten Mordes dem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt.

Mehrfach hatte der 39-Jährige auf seine Frau eingestochen. Die Gewalttat soll sich in der Wohnung der Familie etwa um 18.25 Uhr ereignet haben. Danach gingen mehrere Notrufe bei der Polizei ein. Nachbarn hatten Lärm aus dem Anwesen im Bereich des Ortsteils Reindl dringen hören. Wenig später, so teilt das Polizeipräsidium weiter mit, hatte sich eine Frau zu einem Nachbarhaus geflüchtet, wo sie blutüberströmt zusammenbrach. Sie musste in die Unfallklinik nach Murnau gebracht und umgehend operiert werden.

Der 39-Jährige wollte vom Tatort flüchten und lief aus dem Haus auf die Straße. Doch er kam nicht weit. Die alarmierten Streifenwagenbesatzungen der Polizei Penzberg nahmen auf offener Straße den Ehemann des Opfers unter dringendem Tatverdacht widerstandslos fest. In Sandalen und mit Handschellen auf dem Rücken gefesselt wurde er zum Streifenwagen gebracht. Nicht bestätigten Informationen zufolge soll er von Anwohnern aufgehalten worden sein.

Unter der Leitung der Staatsanwaltschaft München II übernahm am Sonntag die Kriminalpolizei Weilheim die Ermittlungen. Unterstützt wurde sie am Tatort von Spurensicherungsspezialisten.

Zur Tatzeit in der Wohnung befanden sich auch die Kinder des Ehepaars. Sie wurden nach Rücksprache mit dem Jugendamt in die Obhut von Angehörigen übergeben.

© SZ
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