Unterlagen sind bereits eingereicht:Ja zur Gartenschau

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Unterlagen sind bereits eingereicht: Das Büro "Die Grille" aus Penzberg hat ein Konzept für die Bewerbung der Stadt für die Landesgartenschau 2028 erarbeitet.

Das Büro "Die Grille" aus Penzberg hat ein Konzept für die Bewerbung der Stadt für die Landesgartenschau 2028 erarbeitet.

(Foto: Stadt Penzberg/oh)

Penzberger Stadtrat bekräftigt trotz mancher Bedenken seine Bewerbung für 2028.

Von Alexandra Vecchiato, Penzberg

Die Stadt Penzberg bewirbt sich für die Landesgartenschau im Jahr 2028. Die Bewerbungsunterlagen wurden Ende Mai eingereicht. Dennoch wünschte sich Bürgermeister Stefan Korpan (CSU), dass der Stadtrat nochmals ein klares Bekenntnis zur Bewerbung abgibt. Das Votum fiel einstimmig aus, obschon nicht alle das Vorhaben uneingeschränkt befürworten.

Sie sehe die Landesgartenschau als Chance, sagte Grünen-Fraktionssprecherin Kerstin Engel. Doch kritisierte sie, dass bislang kaum konkrete Pläne auf dem Tisch lägen. Es sei "mehr eine Ideensammlung", sagte Engel vor Kurzem in einer Stadtratssitzung. "Es sind viele Unwägbarkeiten dabei." Engel zielt damit auf die geplante Nutzung des Müllerholzes als "Wildnis" ab, auf die offenen Grundstücksfragen am Säubach sowie vor allem auf die Finanzierung. Gerade bei Letzterem habe sie "ganz große Bauchschmerzen", da es fraglich sei, ob die Kosten aus dem städtischen Haushalt bestritten werden könnten. "Wir haben noch große Hausaufgaben." Engel möchte bei dem Projekt einen "Notausgang" nutzen: Sie wünscht sich, die Stadt könne trotz eines Zuschlags notfalls zurücktreten. Am Ende stimmte Engel jedoch zu , ebenso wir Fraktionskollege John-Christian Eilert, der ebenfalls die Bewerbung kritisch sieht.

Mit ihren Bedenken sind die Grünen nicht allein. Regina Bartusch (SPD) hatte das Projekt anfangs skeptisch gesehen, wie sie erklärte, sich aber überzeugen lassen. Sie begründete ihre Meinungsänderung mit der Einbindung der Landesgartenschau in den neuen Flächennutzungsplan, den die Stadt aufstellt. Auch nütze die Veranstaltung Großprojekten wie dem Hochwasserschutz oder dem Bau des sogenannten Bahnbogens, einer Radwegeverbindung, die die Stadt angehen möchte. "Das ist schon ein guter Ansatz", sagte Bartusch, da die Kommune wegen zu erwartender Fördermöglichkeiten zusätzlich Geld bekommen könne.

Korpan konnte sich nach den Wortbeiträgen einen Seitenhieb nicht verkneifen. Er finde es "faszinierend", dass es "ein halbes Jahr ruhig ist", aber "wenn es an die Entscheidung geht", dann gebe es plötzlich kritische Anmerkungen. Es sei noch kein Planungsbüro beauftragt, antwortete er auf Engels Ausführungen, bislang gebe es nur ein Konzept. Einstimmig beschloss der Stadtrat, das Projekt für den Haushalt 2023 sowie den Finanzplan für die Jahre bis 2032 zu berücksichtigen. Das Budget ist auf zehn Millionen Euro gedeckelt. Es wird mit einer Maximalförderung in Höhe von 50 Prozent gerechnet.

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