„Aufgeben kommt für mich nicht infrage.“ Für diese Antwort muss Benjamin Idriz nicht lange überlegen. Im Besprechungsraum der Islamischen Gemeinde in Penzberg hat der Imam auf dem blauen Sofa Platz genommen und ist bereit, wieder einmal über Toleranz, demokratische Werte und Menschlichkeit zu sprechen. Und darüber, dass es gerade ein besonderer Tag für ihn ist: An diesem Mittwoch hat Idriz die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Ein konsequenter Schritt. Nach dem Medienrummel in den vergangenen Tagen, nach unzähligen Hasstiraden in sozialen Medien, aber auch nach viel Zuspruch und Solidaritätsbekundungen kann Idriz jedoch eine gewisse Müdigkeit nicht verbergen.
Nach rechtsextremen VorfällenIslamische Gemeinde setzt weiterhin auf Dialog
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Menschenkette aus Solidarität: Nachdem das Schild mit dem Hinweis auf das Freitagsgebet erneut beschmiert wurde, versammelten sich auf Einladung des Aktionsbündnisses „Penzberg bleibt bunt“ etwa 450 Bürgerinnen und Bürger an der Bichler Straße.
Manfred NeubauerIslamfeindliche Schmierereien, Medienrummel und Solidaritätsbekundungen: Der Penzberger Imam Benjamin Idriz möchte trotz persönlicher Drohungen weiterhin öffentlich für ein interreligiöses Miteinander eintreten.
Von Alexandra Vecchiato, Penzberg
