PenzbergDrohnenbauer EMT leitet Sanierung ein

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Die EMT mit Sitz in Penzberg ist seit mehr als 40 Jahren ein führender Hersteller von Aufklärungsdrohnen. Diese werden überwiegend militärisch genutzt. Anfang des Jahres wurde bekannt, dass der Drohnenbauer finanziell in Schieflage geraten ist. Von einer drohenden Insolvenz war die Rede. Bereits im Oktober und November 2019 hatte die Firma mit insgesamt 28 betriebsbedingten Kündigungen etwa jedem achten Mitarbeiter gekündigt. Nun scheint das Unternehmen eine Lösung gefunden zu haben. EMT möchte sich in Eigenverwaltung sanieren.

"Infolge des gegen einen Kunden verhängten Embargos konnten geplante Auslieferungen nicht erfolgen, was zu erheblichen Einnahmeausfällen führte", teilt EMT mit. Dieser Kunde ist Saudi-Arabien. Das Amtsgericht Weilheim hat Anfang Dezember die vorläufige Eigenverwaltung über das Vermögen der Gesellschaft angeordnet. EMT stehen dabei Rechtsanwälte zur Seite. Das Verfahren erlaubt die Restrukturierung der Gesellschaft, die Fortführung des Geschäftsbetriebs und den Erhalt der Arbeitsplätze. Das Unternehmen beschäftigt rund 210 Mitarbeiter in Penzberg, Iffeldorf, Abenberg sowie Osterrönfeld. Die Gehälter werden mittels Insolvenzgeld bis Ende Februar 2021 gesichert. Geschäftsführer Thomas Heinze bedauert den Schritt in die Eigenverwaltung, zeigt sich jedoch optimistisch, das Verfahren nutzen zu können, um den Betrieb zukunftssicher aufzustellen.

© SZ vom 08.12.2020 / veca - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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