Wegen Sanierung:Christkönigkirche wird gesperrt

Wegen Sanierung: Vom 8. bis 30. November ist die Christkönigkirche in Penzberg für den Publikumsverkehr gesperrt. Die Gottesdienste finden in Unserer Lieben Frau von Wladimir in Steigenberg statt.

Vom 8. bis 30. November ist die Christkönigkirche in Penzberg für den Publikumsverkehr gesperrt. Die Gottesdienste finden in Unserer Lieben Frau von Wladimir in Steigenberg statt.

(Foto: Manfred Neubauer)

Im Inneren des Gotteshauses wird im November die Elektrik erneuert. Die Messfeiern finden stattdessen in der Steigenberger Kirche statt.

Von Alexandra Vecchiato, Penzberg

Im Inneren der Christkönigkirche an der Penzberger Bahnhofstraße ist nichts von der Betriebsamkeit um das Gebäude herum wahrzunehmen. Majestätisch blickt die goldfarbene Figur Jesu am Kreuz ins Langschiff. Die Ruhe täuscht jedoch. In den kommenden Wochen soll die Elektrik in der Pfarrkirche erneuert werden. Daher bleibt sie vom 8. bis 30. November geschlossen. Pünktlich zum ersten Advent können die Gläubigen wieder die Gottesdienste in Christkönig besuchen.

Wegen Sanierung: Die Lampen im Kircheninneren werden abgebaut und nach Krefeld geschickt. Dort erhalten sie ein neues Innenleben samt Verkabelung.

Die Lampen im Kircheninneren werden abgebaut und nach Krefeld geschickt. Dort erhalten sie ein neues Innenleben samt Verkabelung.

(Foto: Manfred Neubauer)

20 Lampen müssen ertüchtigt werden

Im zeitigen Frühjahr startete die Sanierung mit der Ertüchtigung des Dachstuhls, im März wurde die große Orgel auf der Empore generalüberholt. Dort gebe es noch ein paar Restarbeiten, sagt Kirchenpflegerin Margareta Drexel. Die großen Orgelpfeifen bekämen eine Art "orthopädischer Schuhe" aus Holz, damit sie nicht mehr umfallen können. Doch das ist nicht der Grund für die dreiwöchige Schließung: Im Kircheninneren wird die Elektrik erneuert. Die Schalttafel in der Sakristei - ein museumsreifes Stück - soll ersetzt werden. Vor allem aber werden die 20 Lampen mit je acht Glühbirnen in der Kirche abgenommen und zur Herstellerfirma nach Krefeld gesendet. Dort erhalten sie ein neues Innenleben und eine neue Verkabelung. Weil die Kirche deshalb nicht beleuchtet werden kann, habe man sich entschieden, das Gotteshaus zu schließen, so Drexel. Die Gottesdienste finden in dieser Zeit in Unserer Lieben Frau von Wladimir im Stadtteil Steigenberg statt. Bis zum ersten Advent soll alles fertig sein. Die Kosten für die Elektrik betragen rund 260 000 Euro.

Wegen Sanierung: Die Passionskapelle mit dem Glasfenster von Heinrich Campendonk ist keine Zierde mehr. Voraussichtlich 2024 soll sie saniert werden.

Die Passionskapelle mit dem Glasfenster von Heinrich Campendonk ist keine Zierde mehr. Voraussichtlich 2024 soll sie saniert werden.

(Foto: Manfred Neubauer)

Der "dicke Brocken" kommt erst noch: die Sanierung des Innenraums. Ihr Wunsch sei es, im kommenden Jahr zumindest mit dem Chorraum und der Passionskapelle zu beginnen, sagt Drexel. Allerdings wolle sie sich keine "neue Baustelle antun", bis ein Nachfolger für den scheidenden Verwaltungsleiter Markus Crhak gefunden worden sei. "Bis wir einen neuen haben, müssen Pfarrer Bernhard Holz und ich uns mit allem rumschlagen", sagt die Kirchenpflegerin. Außerdem gebe es noch einige Gespräche mit dem Landesamt für Denkmalpflege zu führen. Das Amt hege den Wunsch, den Innenraum in den Urzustand zurückzuführen, sprich: den rosafarbenen Anstrich im Chorraum zu entfernen. Die Wände dort waren ursprünglich grau wie im Rest des denkmalgeschützten Gotteshauses. Die Passionskapelle werde wegen des Glasfensters des Künstlers Heinrich Campendonk oft von Besuchern aufgesucht. Optisch jedoch sei sie in einem erbärmlichen Zustand. "Da muss was gemacht werden", betont Drexel.

Wegen Sanierung: Kirchenpflegerin Margareta Drexel hat die Baustelle an der Penzberger Christkönigkirche fest im Griff.

Kirchenpflegerin Margareta Drexel hat die Baustelle an der Penzberger Christkönigkirche fest im Griff.

(Foto: Manfred Neubauer)

Barrierefrei ins Pfarrzentrum

Die Arbeiten beschränken sich indes nicht allein auf die Kirche. Im Außenbereich fahren Bagger hin und her. Ein Presslufthammer dröhnt. Noch bis Ende Januar 2024 wird am Pfarrzentrum Christkönig gearbeitet. Die Fassade ist gestrichen. Momentan werden neue Fenster eingebaut. Der größte Eingriff ist der barrierefreie Zugang zum Kellergeschoss im Barbara-Haus. 530 000 Euro betragen die Gesamtkosten für diese Arbeiten. "Das ist eine richtige Hausnummer", betont Drexel. Für den neuen Zugang auf der Säubach-Seite hat die Pfarrei einen Zuschuss von 86 000 Euro von der "Aktion Mensch" erhalten. Auch im Johannis-Haus wird gewerkelt: Der Kellerraum, den die Penzberger Tafel nutzt, erhält einen zweiten Fluchtweg; im Haus, das noch von der Caritas genutzt wird, wird ebenfalls die Elektrik erneuert. Vom Parkplatz an der Sigmundstraße können künftig Besucher durch einen neuen Durchbruch direkt zum Barbara-Haus gelangen.

Wegen Sanierung: Die Räume im Kellergeschoss des Barbara-Hauses sind künftig barrierefrei zugänglich

Die Räume im Kellergeschoss des Barbara-Hauses sind künftig barrierefrei zugänglich

(Foto: Manfred Neubauer)

Gute Nachrichten gibt es auch für die Freunde der Penzberger Konzerte. Der Streit zwischen Pfarrei und dem musikalischen Leiter der Ländlichen Konzerte, Günther Pfannkuch, ist beigelegt. Künftig zahlen alle Nutzer der Kirche pro Tag eine Gebühr in Höhe von 100 Euro. Die Stadt Penzberg habe sehr eindringlich deutlich gemacht, dass die Christkönigkirche künftig wieder Veranstaltungsort für Konzerte sein solle, sagt Drexel. Denn einen anderen Raum in der Größe gebe es nicht. Allerdings muss Pfannkuch für das Weihnachtskonzert noch einmal ausweichen: Es findet in Sankt Tertulin in Schlehdorf statt.

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