PenzbergBetrug in der Kläranlage

Penzberger Stadtwerke stellen Mitarbeiter frei

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Die Stadtwerke Penzberg haben einen Mitarbeiter der Kläranlage freigestellt, nachdem bei Abrechnungen Unregelmäßigkeiten festgestellt worden sind. Nach aktuellen Hinweisen aus der Belegschaft habe man den Vorgang geprüft, dabei hätten sich die Verdachtsmomente erhärtet, sagt Penzbergs Bürgermeister Stefan Korpan (CSU), der als Vorsitzender des Verwaltungsrats auch für die Stadtwerke zuständig ist. Am Dienstag habe man deshalb die Polizei eingeschaltet. "Es ist uns wichtig, dass der Fall vollumfänglich aufgeklärt wird", so Korpan.

Wie genau der Mitarbeiter sich bereichert haben könnte, will Korpan mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht verraten. Die Unregelmäßigkeiten ziehen sich aber offenbar über einen längeren Zeitraum. "Das ist nicht erst kürzlich aufgetreten", sagt Korpan. Die Verdachtsfälle belaufen sich in Summe wohl auf einen fünfstelligen Betrag. Genaueres könne man aber erst sagen, wenn die Polizei die Vernehmungen abgeschlossen habe, so der Bürgermeister.

Der Klärwerks-Mitarbeiter hat offenbar nicht nur im wirtschaftlichen Bereich die Zahlen manipuliert, auch bei der Dokumentation der Messergebnisse sind Unstimmigkeiten aufgetreten. Mitunter wurde die Wasserqualität besser dargestellt als sie es tatsächlich war. Eine Gesundheitsgefahr habe deshalb zwar nicht bestanden, versichert Bürgermeister Korpan. Das Wasserwirtschaftsamt habe bei einer Prüfung der Bücher jedoch festgestellt, dass die Restverschmutzung des Wassers oft höher war als es der Mitarbeiter angegeben hat.

Der Mann muss sich deshalb nun arbeits- und strafrechtlich verantworten. Korpan rechnet damit, dass die Polizei ihre Untersuchung bis Ende August oder Anfang September abgeschlossen haben wird. Dann geht die Ermittlungsakte weiter an die Staatsanwaltschaft.

© SZ vom 01.08.2020 / zif - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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