NachrufPater Herbert Bihlmayer ist tot

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Priester, Pädagoge und eine prägende Persönlichkeit: Pater Herbert Bihlmayer wird fehlen.
Priester, Pädagoge und eine prägende Persönlichkeit: Pater Herbert Bihlmayer wird fehlen.
Salesianer Don Boscos/oh

Salesianer Don Boscos trauern um ihren ehemaligen Provinzial.

Von Claudia Koestler, Benediktbeuern

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Die Salesianer Don Boscos, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Don-Bosco-Familie in Deutschland trauern um Pater Herbert Bihlmayer SDB. Der ehemalige Provinzial der damaligen Süddeutschen Provinz der Salesianer Don Boscos ist am Dienstag nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 89 Jahren gestorben. „Mit Herbert Bihlmayer verlieren wir einen engagierten und visionären Mitbruder, Priester und Pädagogen und eine prägende Persönlichkeit, deren Leben und Wirken tiefe Spuren hinterlassen haben“, heißt es in einem Schreiben der Deutschen Provinz der Salesianer Don Boscos. Und: „Pater Bihlmayer widmete sein Leben der Bildung und Begleitung junger Menschen sowie der Bewahrung der Schöpfung. Mit der Gründung der Don Bosco Stiftung im Jahr 2001 hinterlässt er ein bleibendes Vermächtnis, das sein Engagement für die Zukunft von benachteiligten Kindern und Jugendlichen auch nach seinem Tod weiterführt.“

Geboren am 24. Mai 1935 in Immenstadt (Landkreis Oberallgäu), trat Herbert Bihlmayer 1954 in die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos ein, legte 1955 seine ersten Gelübde ab und empfing 1964 die Priesterweihe durch den Augsburger Bischof Josef Stimpfle. „Von Beginn an zeichnete er sich durch eine tiefe Verbundenheit mit der Jugendarbeit aus“, berichtet die Öffentlichkeitsreferentin Katharina Hennecke. Ein besonderes Augenmerk habe er dabei auf das Aktionszentrum Benediktbeuern gelegt, das er 1969 gemeinsam mit dem damaligen Provinzial P. Franz Burger gründete und bis zu seiner Ernennung zum Direktor der Niederlassung Benediktbeuern 1985 leitete. „Die Jugendbildungsstätte wurde unter seiner Führung zu einem weithin bekannten und geschätzten Ort, der jungen Menschen bis heute einen Raum für Begegnung, Bildung und spirituelles Wachstum bietet“, so Hennecke.

In den Jahren von 1973 bis 1980 wirkte Pater Bihlmayer zugleich auch als Hochschulseelsorger an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München, heute Katholische Stiftungshochschule (KSH), Abteilung Benediktbeuern, und der ehemaligen Philosophisch-Theologischen Hochschule (PTH) der Salesianer Don Boscos in Benediktbeuern. 1991 wurde Pater Bihlmayer zum Provinzial der damaligen süddeutschen Provinz der Salesianer Don Boscos ernannt „und führte die Ordensgemeinschaft durch eine Zeit des Wandels, stets mit einem klaren Fokus auf die Bedürfnisse der jungen Menschen, denen sich die Salesianer Don Boscos nach dem Beispiel ihres Gründers besonders verpflichtet fühlen“, so Hennecke.

Die Salesianer Don Boscos betonen zudem seine Mitwirkung bei der Gründung des Zentrums für Umwelt und Kultur (ZUK) im Kloster Benediktbeuern: „Ab 1988 förderte er das ZUK mit großem Einsatz und Weitblick und leitete dessen Trägerverbund bis 2011. Pater Bihlmayer war überzeugt, dass Bildung, Ökologie und kultureller Austausch untrennbar miteinander verbunden sind“, heißt es in ihrem Nachruf.

Mit seinem sozialen Engagement wurde der gebürtige Immenstädter im Jahr 2001 auch zur treibenden Kraft hinter der Gründung des Don Bosco Stiftungszentrums, das bis heute einen zentralen Pfeiler der Förderung benachteiligter Jugendlicher in den Einrichtungen der Ordensgemeinschaft in Deutschland und weltweit darstellt.

Auch nach seiner zwölfjährigen Amtszeit als Provinzial übernahm Pater Herbert Bihlmayer ab dem Jahr 2003 zahlreiche verantwortungsvolle Positionen innerhalb der Ordensgemeinschaft und darüber hinaus. Er war Mitglied des Provinzialrats der 2005 vereinigten gesamtdeutschen Provinz, baute ab 2003 das Referat für Öffentlichkeitsarbeit der Ordensgemeinschaft auf und nahm wichtige Funktionen in der damaligen Vereinigung Deutscher Ordensoberen (VDO) wahr, deren Vorsitz er 2003 kurzzeitig innehatte. Von 1996 bis 1999 war er zudem Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Katholischen Jugendsozialarbeit in Deutschland.

Für seine Verdienste wurde Pater Bihlmayer mehrfach ausgezeichnet. 1997 erhielt er das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland und 2006 den Bayerischen Verdienstorden. Kardinal Friedrich Wetter ernannte ihn 1997 zum Erzbischöflichen Geistlichen Rat in Anerkennung seiner Verdienste um die Erzdiözese München und Freising.

„Pater Herbert Bihlmayers Engagement hat das Leben zahlreicher Menschen nachhaltig geprägt. In Gesprächen mit anderen entfachte er oft eine Begeisterung, die ansteckend wirkte. Sein tiefes Gottvertrauen, sein Humor und seine Entschlossenheit überzeugten“, schließt Hennecke.

Unter www.donbosco.de/Pater-Herbert-Bihlmayer ist ein digitales Kondolenzbuch eingerichtet, das die Möglichkeit bietet, Anteilnahme zum Ausdruck zu bringen und Erinnerungen zu teilen. Das Begräbnis findet am Mittwoch, 4. September, statt: 14.30 Uhr Requiem in der Marienkirche in Benediktbeuern, anschließend Beisetzung auf dem Klosterfriedhof. Insbesondere Trauergäste von außerhalb werden gebeten, sich per E-Mail bei Direktor P. Heinz Menz anmelden: menz@donbosco.de

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