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Online-Jugendwahl:Mehner und Müller in der Stichwahl

Der Kreisjugendring zeigt, wem Jugendliche ihre Stimme gegeben hätten, die tatsächlich noch nicht wählen durften

Mancher hatte damit gerechnet, hier ist es geschehen: Der Geretsrieder Michael Müller (CSU) müsste sich einer Stichwahl ums Bürgermeisteramt mit der Grünen Martina Raschke stellen - wenn es nach den Jugendlichen ginge, die online abgestimmt haben. Die ersten Ergebnisse der Jugendkommunalwahl liegen vor. Sie sind auf der Homepage des Kreisjugendrings (KJR) nachzulesen. Zum ersten Mal hat im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen eine Online-Kommunalwahl für junge Leute stattgefunden, die real noch nicht wahlberechtigt sind. Exakt 1135 haben teilgenommen.

Die Resultate waren bis nach der Kommunalwahl unter Verschluss gehalten worden. Diese von den Bürgermeistern vereinbarte Vorgehensweise war öffentlich umstritten. Der KJR ist mit der Jugendwahl sehr zufrieden. Die durchschnittliche Wahlbeteiligung lag bei 16 Prozent. "Was auf den ersten Blick etwas niedrig klingt, erweist sich beim genaueren Hinsehen allerdings als durchaus beachtlich. Laut dem externen Anbieter des online-Wahl-Tools ist diese Beteiligung sehr bemerkenswert", sagt Kreisjugendpflegerin Verena Peck.

Unter den Ergebnissen ragt das der fiktiven Bad Tölzer Bürgermeisterwahl heraus: Ingo Mehner (CSU) hätte anders als realiter nicht mit 50,1 Prozent gewonnen, sondern sich mit nur 26,47 Prozent einer Stichwahl gegen den Grünen Franz Mayer-Schwendner (43,53 Prozent) stellen müssen.

www.kjr-toel.de

© SZ vom 23.03.2020 / fam
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