Öffentlicher Nahverkehr:Keine Pause für den ÖPNV

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IHK fordert weiteren Ausbau und bessere Vermarktung.

"Wir sind eine Zuzugsregion mit Tausenden Pendlern und einer starken Vernetzung der Menschen und Wirtschaft über Landkreisgrenzen hinweg. Deshalb darf es beim Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs keine Pause geben." Das fordert Renate Waßmer, Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Bad Tölz-Wolfratshausen und Vizepräsidentin der IHK für München und Oberbayern. Im Rahmen einer Arbeitssitzung hat sich der IHK-Regionalausschuss kürzlich zur Lage im öffentlichen Nahverkehr, sowie aktuellen Projekten und Entwicklungen informiert, was wiederum Waßmer in einer Pressemeldung zu diesem Fazit veranlasst.

Matthias Schmid, Fachbereichsleiter ÖPNV im Landratsamt, stellte den neuen Nahverkehrsplan und die bis Dezember 2023 geplante MVV-Verbunderweiterung auf den Südlandkreis vor. "Die Vorteile der MVV-Verbunderweiterung liegen auf der Hand. Vor allem der einheitliche Tarif ist ein Gewinn für jeden Fahrgast" resümiert Waßmer. "Wir brauchen landkreisübergreifend gut getaktete Lösungen. Vor allem müssen wir die Angebote attraktiver und nutzerfreundlicher machen", schlußfolgert sie. Das gelte umso mehr im Hinblick auf die Klimabilanz und auch die zunehmenden Staus.

Schmid habe auf das Ziel des Landkreises verwiesen, das ÖPNV-Angebot Schritt für Schritt zu erweitern. Aktuelle Beispiele seien die Expressbuslinien X320 (Wolfratshausen - Oberhaching) und X970 (Starnberg - Bad Tölz). Der Landkreis setze damit auch auf eine bessere Wahrnehmung des ÖPNV in der Bevölkerung und in der Folge mit einer zunehmenden Nutzung. Unternehmer äußern der IHK zufolge allerdings Bedenken, ob das ohne intensive Bewerbung und Vermarktung zu erreichen sei. Im Falle der häufig leer fahrenden Expressbusse erweise sich die fehlende Bekanntheit als ein offensichtliches Manko. Waßmer fordert zudem, dass in einem gut funktionierenden Nahverkehrskonzept auch die sogenannte letzte Meile bis zum Fahrtziel Berücksichtigung finden müsse. Der ÖPNV werde nur dann angenommen, vor allem wenn es ums Pendeln zum Arbeitsplatz gehe, wenn es aufbauend auf einem robusten Grundnetz mit attraktivem Takt zusätzlich Angebote für den individuellen Bedarfsverkehr zum Ziel gebe, so die Vorsitzende. Solche Angebote, die über innovative Lösungen realisiert werden könnten, müssten unbedingt mit ins Verbundsystem integriert werden.

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