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Neues Quartier in Penzberg:Wohnen im Grünen

Siegerentwurf von H2M-Architekten für Bebauung Edeka-Areal

So soll das Zentrum des neuen Wohnviertels zwischen Henlestraße, Grube und Zibetholzweg aussehen. Die Architekten sähen dort auch gerne ein Café.

(Foto: H2M-Architekten)

Der Sieger-Entwurf für die neue Wohnbebauung auf dem Edeka-Areal sieht 368 Wohnungen vor, die um vier Höfe gruppiert werden.

Von Alexandra Vecchiato

Ein neues Quartier bekommt ein Gesicht: Es gibt einen Entwurf für die Bebauung auf dem Edeka-Areal. Er stammt vom Münchner Büro H2M, das den Architektenwettbewerb mit vier Teilnehmern für sich entscheiden konnte. Das Team ist in Penzberg bekannt. Es plant auch die Wohnbebauung an der Birkenstraße im Auftrag der Stadt Penzberg.Im Fall des Edeka-Areals hat H2M den Entwurf zusammen mit Hinnenthal und Schaar erarbeitet, einem Büro für Landschaftsarchitektur aus München.

Im Stadtrat stellte Eberhard von Angerer vor Kurzem den Siegerentwurf vor. Der Architekt und Stadtplaner saß der neunköpfigen Jury vor, der unter anderem Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) und je ein Vertreter der Stadtratsfraktionen angehörten. Die Entscheidung fiel einstimmig. Der H2M-Entwurf sieht vor, die mehrgeschossigen Wohnhäuser um vier Innenhöfe zu gruppieren. Diese farblich unterschiedlich gestalteten Höfe sind durchwegs mit Bäumen thematisch begrünt und tragen daher Namen wie Kirschhof, Ahornhof, Birkenhof oder Eichenhof. Sie sind als Treffpunkte für die Bewohner gedacht. In der Mitte des Areals soll darüber hinaus ein Quartiersplatz entstehen - voraussichtlich mit Café. 368 Wohnungen sind momentan vorgesehen. Die Architekten haben mit einer durchschnittlichen Wohnungsgröße von 93 Quadratmetern geplant. Die Gebäude sind in der Regel drei- und viergeschossig. Im Südosten haben die Planer ein fünfgeschossiges Haus und im Zentrum zwei sechsgeschossige Blöcke platziert.

Das neue Quartier nimmt circa die Hälfte des gesamten Edeka-Areals ein. Auf der restlichen Fläche soll ein neuer Edeka-Markt errichtet werden. Unter anderem wird voraussichtlich auch Lidl dorthin umsiedeln. Baubeginn für das neue Wohngebiet wird erst in ein paar Jahren sein. Die Kosten für den Jury-Wettbewerb übernimmt Projektentwickler und Investor Herbert Küblböck.

Von Angerer bezeichnete den Entwurf als gelungen, weil "sehr schöne Wohnquartiere" entstünden. Auch würdigte er den Vorschlag der Architekten, einen öffentlichen Fußweg von der Straße Grube zum Freizeitgelände Berghalde durch das Quartier zu führen. Das Wohngebiet bleibt komplett autofrei. Die Fahrzeuge der Anwohner sollen in einer Tiefgarage verschwinden. Besucherstellplätze sollen entlang der Grube angeordnet werden.

Dem Stadtrat gefiel, was ihm von Angerer präsentierte. Das Gremium beschloss einstimmig, den Entwurf als Grundlage für die Bauleitplanung zu verwenden. Damit sich die Bürger über die Pläne informieren können, sollen alle vier Entwürfe für das Edeka-Areal im Foyer des Rathauses ausgestellt werden. Ein Zeitpunkt wurde nicht genannt.

© SZ vom 09.10.2020

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