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Neue Technik in Geretsried:Bildschirm statt Kummerkasten

Einfach und anonym: Geretsrieds Bürgermeister Michael Müller stellt den neuen Terminal vor.

(Foto: Hartmut Pöstges)

Die Stadtbücherei hat einen "Feedback-Terminal"

90Prozent Zufriedenheit bei 88 Gaming- und Hörbuchliebhabern: Nach erfolgreicher Testphase wurde kürzlich ein "Feedbackterminal" in der Stadtbücherei Geretsried offiziell in Betrieb genommen. Der Leiter der Stadtbücherei Björn Rodenwaldt hatte großes Interesse an dem Angebot der Stadt, der Touch-Screen-Bildschirm, an dem Kunden ihre Meinung abgeben können, auch in der Stadtbücherei einzuführen. Denn in dem "Kummerkasten", der nun durch eine Feedback-App ersetzt wurde, sind laut dem Büchereileiter nur selten Zettel gelandet. Der analoge Briefkasten sei eben mit Hürden verbunden gewesen, vermutet Rodenwaldt: Viele seien eben zu schüchtern gewesen, nach einem Stift zu fragen oder hätten dann doch Angst gehabt, dass Schrift erkannt werden könnte.

Die Bedienung des neuen Terminals ist dagegen kinderleicht und bleibt vollkommen anonym. Abgefragt wird unter anderem das Alter, welches Angebot man nutzt und natürlich der Grad der Zufriedenheit. Gibt ein Nutzer am Bildschirm eine schlechtere Note als "befriedigend", fragt die App nach den Gründen dafür. "So können wir auch das Profil schärfen", sagt Rodenwaldt. Denn wichtig sei nicht nur, das aktuelle Angebot zu evaluieren, sondern auch die Wünsche und Bedürfnisse der Nutzer in Zukunft besser zu integrieren.

Bewährt sich das Feedbackterminal langfristig, kann dieser ebenso bei anderen Veranstaltungen der Stadt aufgestellt werden, zum Beispiel beim Geretsrieder Kulturherbst. Vorerst bleibt der Bildschirm allerdings in der Stadtbücherei im Einsatz. Seine Fragen sollen ständig variiert und an die Umstände angepasst werden. So soll das Terminal demnächst etwa auch zeigen, wie die geplanten Selbstverbuchungsanlagen von den Nutzern angenommen werden.