Handy und Computer können süchtig machen, aber nicht nur sie. Auch Mäuse. Oder Vogelkinder. „Zum Glück gibt es Mäuse auf der Welt“, sagt Gamander López. Zum Studieren ist er in die Stadt gezogen – und fühlte sich verloren. „Ich habe den Wald vermisst“, sagt er. Ein paar Mäuse waren es, die ihn angefixt haben, jeden Tag in den Stadtpark zu gehen und seine „neuen wilden Nachbarn“ kennenzulernen. Er stieß auf Reiher, Enten und Schwäne, auf Biber und junge Halsbandsittiche, die ihn irgendwann um den Schlaf brachten. „Weil ich unbedingt dabei sein wollte, wenn sie zum ersten Mal ausfliegen.“ Also zog er Morgen für Morgen mit seiner Filmausrüstung vor Sonnenaufgang los, legte sich auf die Lauer. Wartete. Wartete umsonst. Zog wieder los. Wartete weiter. „Nach einer Woche hat sich dann schon der Schlafmangel bemerkbar gemacht.“
UmweltbildungJugend ohne Natur
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Junge Menschen verbringen bis zu 19 Stunden täglich am Handy, Kinder kennen mehr Pokémon als heimische Tiere. Bei den Benediktbeurer Gesprächen geben vier Expertinnen und ein junger Influencer Denkanstöße, wie man mit neuen Medien die Lust aufs Rausgehen weckt.
Von Stephanie Schwaderer, Benediktbeuern
