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Nachruf:Kochel trauert um Siegfried Zauner

Siegfried Zauner ist tot. „Sigi hat dieses besondere Amt nie nur als Beruf gesehen, sondern er hat dieses Amt gelebt“, sagt Bürgermeister Thomas Holz über ihn.

(Foto: Manfred Neubauer)

Der Kochler Altbürgermeister und Ehrenbürger Siegfried Zauner ist tot. Der Träger des Bundesverdienstkreuzes hatte sich über die Landkreisgrenzen hinaus großes Ansehen für seinen Einsatz für die Gesellschaft erworben. Zauner starb am Montagabend im Alter von 88 Jahren. "Er war ein Mann der Tat", würdigt ihn Bürgermeister Thomas Holz. Die Gemeinde habe ihm viel zu verdanken.

28 Jahre lang leitete Zauner die Geschicke seiner Heimatgemeinde. 1966 wurde er in den Gemeinderat gewählt. Zwei Jahre später wurde er mit 35 Jahren Erster Bürgermeister. Während seiner Amtszeit wurden das Trimini und das Franz-Marc-Museum errichtet. Ferner kaufte er für die Gemeinde die Herzogstandbahn und ließ sie modernisieren. Die örtlichen Vereine lagen ihm sehr am Herzen. Zauner forcierte den Neubau der Feuerwehrgerätehäuser in Kochel, Ried und Walchensee. "Sein großes politisches Gespür und seine besondere Menschlichkeit ließen ihn aber auch auf Landkreisebene und darüber hinaus zu einem hoch geschätzten Kommunalpolitiker werden", teilt Holz im Nachruf der Gemeinde mit. Nicht nur, dass Zauner von 1972 an 30 Jahre dem Kreistag Bad Tölz-Wolfratshausen angehörte, er vertrat von 1984 bis 1996 als Bürgermeistersprecher und Kreisvorsitzender des Bayerischen Gemeindetags die Interessen der Kommunen sowie als Mitglied des Landesausschusses im Bayerischen Landkreistag die Belange des Kreises.

Für sein Engagement erhielt Zauner das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse, das Bundesverdienstkreuz am Bande, die Bayerische kommunale Verdienstmedaille und die Bayerische Umweltmedaille. Um ihn trauern seine Ehefrau Helma, drei Kinder und sieben Enkel. Am Dienstag hätte das Ehepaar Diamantene Hochzeit gefeiert.

© SZ vom 18.02.2021 / veca
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