Integration in WolfratshausenBilder der Integration

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Wichtige Arbeit: eine Gruppensitzung der Traumapädagogischen Intensivgruppe für Geflüchtete („Trigg“)  in den Räumen des Saftladen Geretsried.
Wichtige Arbeit: eine Gruppensitzung der Traumapädagogischen Intensivgruppe für Geflüchtete („Trigg“)  in den Räumen des Saftladen Geretsried. Harry Wolfsbauer

Das Museum Wolfratshausen widmet sich mit einer Ausstellung und einer Lesung den Mitmenschen mit Fluchtgeschichte.

Von Anja Brandstäter, Wolfratshausen

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Das Museum Wolfratshausen widmet sich in den kommenden Wochen Menschen, die geflüchtet und angekommen sind. „Du hast keine Chance? Nutze sie!“, ist der Titel eines besonderen Abends am Donnerstag, 23. April, im Wallner-Bockhorni-Kabinett (Beginn: 18 Uhr). Er verbindet eine Buchvorstellung samt Lesung mit einer Ausstellung zu einem eindrucksvollen Gesamtbild.

Die Autorin Sabine Turpeinen gibt Einblicke in ihr gleichnamiges Buch, in dem sie sieben Jahre Erfahrung in der Begleitung traumatisierter Geflüchteter in und um Wolfratshausen schildert, unter ihnen zum Beispiel der Nigerianer Prince. Gemeinsam mit dem Traumatherapeuten Ulrich Floßdorf und Co-Autor Laurin Schulte gründete sie die Initiative „Trigg“ (Traumapädagogische Intensivgruppe für Geflüchtete). Seit 2018 wurden dort rund 300 Menschen betreut – viele von ihnen schwer belastet durch Krieg, Flucht und Verlust. Das Buch zeichnet eindrücklich nach, wie herausfordernd Integration sein kann, aber auch, welche Chancen entstehen, wenn Unterstützung gelingt.

Begleitend zur Lesung zeigt die von Stadträtin und Psychologin Annette Heinloth kuratierte Fotoausstellung „Angekommen im Stadtbild – Geflüchtete im Portrait“ Menschen aus Wolfratshausen und Umgebung. Die Porträtierten stammen aus Ländern wie Syrien, Afghanistan oder Nigeria und sind heute Teil des lokalen Alltags – sichtbar auf Straßen, in Geschäften und im öffentlichen Leben. Nicht alle dargestellten Personen haben einen Bezug zu Trigg; die Ausstellung macht laut Kuratorin bewusst ein breiteres Spektrum gelungener Lebenswege sichtbar.

Die oft spontan entstandenen Fotografien verzichten auf inszenierte Perfektion und setzen auf Authentizität. Ergänzt durch Kurzbiografien eröffnen sie persönliche Perspektiven auf Flucht, Ankommen und Neubeginn. Die Ausstellung zeigt, dass Integration gelingen kann – und das gesellschaftliche Leben bereichert.

Im Anschluss an die Lesung besteht Gelegenheit zum Austausch. Die Ausstellung ist noch bis 22. Mai zu den Öffnungszeiten des Museums zu sehen.

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