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Münsinger Politik:Regeln für Hundehalter

Kein Kot auf die Wiesen: Münsing plant neue Schilder

Eine Ortsverordnung regelt in Münsing die öffentliche Sicherheit, dazu gehört es auch, dass größere Hunde an öffentlichen Straßen oder in Parkanlagen angeleint sein müssen. Als der Gemeinderat die Bestimmungen am Dienstagabend turnusgemäß erneuert hat, rückte dies ein für Landwirte ärgerliches Thema in den Fokus. Für Bauern ist es problematisch, wenn Hundehalter ihre Tiere frei über die Wiesen laufen oder Kottüten aus Plastik dort einfach liegen lassen. Das verunreinigt das für Futter benötigte Gras. Außerdem ist es schädlich, wenn Menschen während der Wachstumsphase des Grases hindurch laufen. Wie Gemeinderat Simon Berger (Einigkeit Degerndorf) erläuterte, arbeite er daran, Hinweisschilder mit allgemeinen Verhaltensregeln für Spaziergänger zu entwickeln. Vor dem Frühjahr sollen diese für Bauern bereitstehen.

Als Grundlage sollen bereits aufgestellte Hinweistafeln aus der Nachbargemeinde Berg dienen. Der Schutz der Wiesen vor Verunreinigung sei ihm als Geschäftsführer des Degerndorfer Futtermittelherstellers Agrobs wichtig, sagt Berger. Ihm gehe es darum, die Bevölkerung zu sensibilisieren. In der Vegetationsphase sollten Wiesen etwa nicht betreten werden. Mit befreundeten Landwirten arbeite er daran, die Schilder im DIN-A4- bis DIN-A3-Format zu gestalten. Noch vor dem Frühjahr sollen sie für Münsinger Bauern zu bestellen sein.

Immer wieder kommt es vor, dass Hundehalter Plastikbeutel mit den Hinterlassenschaften ihre Vierbeiner in der Wiese liegen lassen. Gemeinderat Matthias Richter-Turtur (Grüne) plädierte dafür, in der Ortsverordnung festzuhalten, dass Kotbeutel wieder mitgenommen werden müssen. Bauamtsleiter Stephan Lanzinger entgegnete, dies werde nicht über eine Ortsverordnung geregelt. Diese behandele primär die Sicherheit und Ordnung für Menschen. Es lasse sich zwar herleiten, dass der ins Futter gelangte Hundekot am Ende auch den menschlichen Körper beeinträchtige. Ihm sei allerdings keine Ortsverordnung bekannt, die das umfasse.

© SZ vom 17.11.2020 / bene
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