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Münsinger Politik:Neue Schutzkleidung für die Feuerwehr

Irgendwann wird selbst das beste Material mürbe und muss erneuert werden. Das schließt die Schutzkleidung der Feuerwehrleute ein, auch wenn sich diese je nach Einsatzzahl unterschiedlich abnutzt. Das führe dazu, dass die Kleidung bei den einen nach Jahren noch besser aussehe als bei den anderen, sagte der Münsinger Rathaus-Leiter Hubert Kühn. In jedem Fall sei die für die Sicherheit wichtige Lebensdauer aber irgendwann überschritten. Für seine fünf Ortsfeuerwehren kauft die Gemeinde Münsing daher nun insgesamt 280 neue Überjacken und ebenso viele Überhosen. "Dass wir so viele nehmen, ermöglicht uns ganz andere Preise", sagte Kühn im Gemeinderat. Die Kommune zahle für die Erstlieferung in diesem Jahr knapp 277 000 Euro brutto. Für vier Jahre seien die Preise festgeschrieben, was bei Nachbestellungen vorteilhaft sei, ergänzte er. Der Großteil der Schutzanzüge der Einsatzkräfte ist in der Gemeinde schon um die 20 Jahre alt. Das ist deutlich mehr, als die Hersteller als Lebensdauer kalkulieren.

Susanne Huber (Freie Wähler) sprach angesichts der genannten Summe in der Gemeinderatssitzung von einem "stolzen Preis". Andererseits freue sie sich, dass sich so viele ehrenamtlich engagierten. Eine schöne Schutzkleidung sei für die Feuerwehrleute auch motivierend. Zusätzlich zur neuen Schutzkleidung bekommt die Münsinger Feuerwehr auch eine zeitgemäße Schlauchpflegeanlage. Das Gerät erlaubt es, zu prüfen, ob die Schläuche dem Druck des Löschwassers standhalten. Die Anlage für 68 000 Euro können die restlichen Münsinger Ortsfeuerwehren mitnutzen.

© SZ vom 14.11.2020 / bene
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