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Münsing:Wohnstift spaltet Ostuferschutzverband

Die Haltung zum Ambacher Seniorenwohnstift bleibt im Ostuferschutzverband (OSV) gespalten: Die Vorsitzende und Gemeinderätin Ursula Scriba (Bürgerliste) hat dafür gestimmt, den Flächennutzungsplan zu ändern und den vorhabenenbezogenen Flächennutzungsplan auszulegen. Der restliche OSV-Vorstand lehnt das Projekt weiter ab. Ihm zufolge schadet der Bau der "Luxus-Senioren-Wohnanlage" und zweier weiterer Wohnhäuser der Kulturlandschaft am Ostufer des Starnberger Sees. Der Fremdkörper der Ruinen der früheren Wiedemann-Kurklinik werde durch einen neuen Fremdkörper ersetzt, der nach Bebauungsdichte und -art nicht in dorthin passe, erklärt der OSV. Es wird befürchtet, dass das Wohnstift für Bürger mit normalem Einkommen unerschwinglich wird.

Auf dem Ambacher Hanggelände will das Kuratorium Wohnen im Alter (KWA) eine Anlage mit bis zu 80 Wohnungen für Senioren errichten. Zudem plant die Familie Wiedemann zwei Wohnhäuser südöstlich davon. Über eine dem Wohnstift zugeordnete Nutzung wird verhandelt. Aus Sicht des OSV hätte es aber die Möglichkeit gegeben, die leer stehenden Klinikgebäude umweltschonend wiederherzustellen und das Areal kleinteilig zu bebauen.

© SZ vom 30.07.2020 / bene

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