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Münsing:Kontrollen am Karfreitag

Die Polizei will den Ausflugsverkehr am Starnberger See überwachen

Am Karfreitag soll es zwar immer wieder regnen, trotzdem erwartet die Polizei zum Start des langen Osterwochenendes wieder einen regen Ausflugsverkehr in der Region. Kräfte der Polizeiinspektion Wolfratshausen und der Operativen Ergänzungsdienste Weilheim wollen deshalb am Freitag zwischen Ammerland und Sankt Heinrich als Schwerpunkt das Ostufer des Starnberger Sees kontrollieren. Ziel der vom Polizeipräsidium Oberbayern-Süd angeordneten Aktion sei es, "die angespannte Park- und Ausflugssituation an besucherträchtigen Tagen durch verstärkte Verkehrsüberwachung zu begleiten", heißt es in einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums.

"Wir wollen ein friedliches Miteinander zwischen Fußgängern, Fahrradfahrern und Ausflüglern, die mit dem Auto anreisen", so Pressesprecher Martin Emig. "Wenn sich jeder an die Regeln hält, sollte das gelingen." Und zu den Regeln gehört für ihn insbesondere: Verkehrsbeschilderung beachten, Falschparken unterlassen, Autofahrer achten auf Radfahrer und Radfahrer auf Fußgänger. "Vor allem geht es darum, Rücksicht auf die schwächeren Verkehrsteilnehmer wie Kinder und Senioren zu nehmen", sagt Emig.

Die Polizeiinspektion Wolfratshausen wird in der im Frühling nun wieder anbrechenden Frischluftsaison immer wieder Einsätze in den ausflugträchtigen Gebieten des Dienstbereichs leisten. Dass dies nötig ist, auch um die Einhaltung der Corona-Beschränkungen zu überwachen, zeigt auch ein Vorfall vom Sonntag. Da hatte ein junges Paar auf einem Steg am Starnberger See Verlobung gefeiert - zusammen mit etwa 20 Gästen. Weil offenbar niemand der Beteiligten einen Mund-Nasen-Schutz trug und auch die Abstandsregeln nicht eingehalten wurden, verständigte eine Passantin die Polizei. Eine Streife beendete daraufhin die Feierlichkeiten. Gegen die 20 Personen aus unterschiedlichen Haushalten wurden Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz aufgenommen. Über das Bußgeldverfahren entscheidet das Tölzer Landratsamt.

© SZ vom 31.03.2021
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