NationalsozialismusFür die Opfer des Todesmarsches

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In der Endphase der NS-Diktatur mussten Tausende KZ-Häftlinge von Dachau nach Südtirol gehen - zu Fuß. Sie kampierten in der Nähe von München, 28 von ihnen starben dort. Wie die Gemeinde Münsing nun an Sie erinnern will.

Von Benjamin Engel, Münsing/Eurasburg

Worüber später jahrzehntelang kaum jemand sprechen wollte, hat der geistliche Expositus Ludwig Betzinger kurz nach Kriegsende drastisch berichtet. "Fast alle waren wie Skelette, nur mehr mit Menschenhaut überzogen, manche hatten geschwollene Füße, geschwollene Hände ... der Dreck in dem sie lagen sowie ihr Geruch war unbeschreiblich! ... ein noch nie gesehenes Bild des Grauens!" So schreibt der Degerndorfer Seelsorger im Juli 1945 an Michael Kardinal Faulhaber. Im Wald oberhalb von Achmühle hatten Ende April Tausende KZ-Häftlinge auf dem Todesmarsch in Richtung Süden für zwei Tage elend kampiert. Als sie weiterzogen, waren 68 von ihnen tot, 28 wurden in einem Massengrab am Degerndorfer Friedhof bestattet.

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