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Mobilfunk in Icking:Leserbrief

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Strahlung belastet alle

Zu "Minimallösungen für den Mobilfunk" vom 16. September:

Der Ickinger Gemeinderat Georg Linsinger ist in Sorge, dass eine "schlechtere Versorgung insgesamt zu höherer Strahlenbelastung bei den Handy-Nutzern führen würde". Dies ist korrekt, aber müssen wir als Gesellschaft die Smartphone-Vielnutzer schützen oder unsere Kinder und Schlafzimmer vor einer hohen 24-Stunden-Belastung durch Mobilfunkstrahlung? Wer ein Smartphone benutzt, hat es selbst in der Hand, wie oft und wie lange er sich der Strahlung dieses Geräts aussetzt. Eine hohe Strahlungsimmission durch die Mobilfunksender trifft alle: Schwangere, Säuglinge, Kinder, Kranke und Alte - um nur diejenigen zu nennen, die besonders zu schützen sind. Und die Studienlage zur gesundheitlichen Problematik von Mobilfunk und 5 G ist erdrückend. Der Kommune und jedem Privaten ist deshalb zu raten, eine umfassende Haftungsfreistellungsklausel in die Verträge mit den Mobilfunkbetreibern reinzuschreiben, nicht mit der Deutschen Funkturm GmbH, die nur die Verantwortung für den Masten, nicht aber für die darauf montierten Sender hat.

Hans Schmidt, Grünen-Stadtrat in Wolfratshausen

© SZ vom 21.09.2020
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