Was gibt es heute zu essen? Die Frage drängt sich jeden Tag, pünktlich zur Mittagszeit, aufs Neue auf. Und mit dem Arbeitsplatz im Home-Office ist die Antwort darauf auch nicht einfacher geworden.
Also lieber den schnellen Döner vom Imbiss holen? Das würde bedeuten, einen Versuch zu wagen. Denn den Laden am Wohnort hat man aus naheliegenden Gründen bisher noch nie ausprobiert. Und eine schon ein paar Jahre zurückliegende Erfahrung hat schmerzlich gelehrt, dass man der kulinarischen Kreation aus Fladenbrot (am liebsten knusprig getoastet), gegrillten Fleischstücken, frischem Salat und der aromatischen Knoblauchsoße nicht gerecht wird, wenn man sie schlicht als Fast-Food abtut. Die Erkenntnis mag verblüffen, aber es gehört schon ein gewisses Gespür - man mag es fast Kunstfertigkeit nennen - dazu, einen wohlschmeckenden Döner zu produzieren. Einfach nur ein labbriges Brötchen längs halbieren und dann lieblos Schicht um Schicht erst Fleisch, dann Salat - fein säuberlich getrennt in Weiß- und Rotkraut sowie Eisbergsalat und Zwiebelringe - zu häufen und das Ganze am Ende in Zaziki zu ertränken, verdirbt ganz schnell den Wohlgeschmack eines gekonnt geschichteten Döner Kebab.
Also lieber zu den einfacheren Varianten greifen. Und dabei am besten noch die Tradition wahren! Was könnte bayerischer sein als die klassische Leberkässemmel? Die gibt's praktisch an jeder Ecke. Und sie schmeckt, ganz unabhängig von der Fingerfertigkeit desjenigen, der sie zubereitet: Semmel durchschneiden, Leberkäs drauf und Senf. Fertig. Da müssen keine kulinarischen Hürden umschifft werden. Also dann: Mahlzeit!