Gastronomie und Einzelhandel im OberlandNeuer Lothhof-Laden bietet auch Gastronomie

Lesezeit: 2 Min.

Das neue Trio im Lothhof-Laden (v.l):  Klemens Mair, Konstantin und Mira Stark mit ihrem Sohn.
Das neue Trio im Lothhof-Laden (v.l):  Klemens Mair, Konstantin und Mira Stark mit ihrem Sohn. Manfred Neubauer
  • Vor einem halben Jahr wurde der Lothhof-Laden in Münsing geschlossen, nun öffnet er am 31. März wieder. Klemens Mair vom Lothhof verfolgt zusammen mit Mira und Konstantin Stark ein neues Konzept.
  • Demnach sollen in dem Geschäft nicht nur Bio-Lebesmittel aus der Region verkauft werden. Geplant ist auch eine Gastronomie. Diese Kombination hat Stark zufolge den Vorteil, Lebensmittel aus dem Laden für Kunden zu verwenden, die im Laden essen wollen.
  • Geöffnet hat der Lothhof-Laden dienstags bis samstags. Geplant ist, die Gastronomie durch einen Glasanbau zu erweitern. Der Betrieb soll auch für private Feiern angemietet werden können.
Von der Redaktion überprüft

Dieser Text wurde mit der Unterstützung einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt. Lesen Sie mehr über unseren Umgang mit KI.

Fanden Sie diese Zusammenfassung hilfreich?
Mehr Feedback geben

In Münsing öffnet nach einem halben Jahr Pause das etablierte Öko-Geschäft wieder. Mit dabei ist Klemens Mair vom namensgebenden Landwirtschaftsbetrieb. Zusammen mit Mira und Konstantin Stark will er die Kunden im Laden auch bewirten.

Von Benjamin Engel, Münsing

Knapp drei Jahrzehnte lang hatten Bettina und Christian Kohn den Lothhof-Laden von der Landwirtsfamilie Mair in Münsing gepachtet und zu einer der besten Adressen für Bio-Lebensmittel in der Region gemacht. Mitte September 2025 zog sich das Paar jedoch zurück. Nun eröffnen drei Nachfolger den Laden am 31. März wieder, und zwar mit einem neuen Konzept. Dafür hat einer der Söhne des Lothhof-Bauern – der 32-jährige Klemens Mair – die 33-jährige Mira und ihren Mann Konstantin Stark, 35, als Partner gewonnen.

Mit ihrem Konzept wollen sie den Fokus soll wieder auf den Ursprungsgedanken richten und über Bio-Lebensmittel hinaus auch eine Gastronomie anbieten. Klemens Mair, der Wirtschaftssoziologie studiert hat, will Rindfleisch vom familiengeführten Lothhof neu ins Sortiment aufnehmen. Für die Küche hat er das Ehepaar Stark gewonnen. Beide bringen Erfahrungen aus der Lebensmittelproduktion und -veredelung in verschiedenen Betrieben der Region mit.

„Die Kombination hat den Vorteil, dass wir Lebensmittel aus dem Geschäft für die Gastronomie verwerten können“, sagt Konstantin Stark. Damit könnten sie Produkte verwerten, anstatt statt sie wegwerfen zu müssen. Zudem lasse sich mit dem Mischkonzept aus Einzelhandel und Gastronomie das finanzielle Risiko des Geschäftsbetriebs diversifizieren. Freitags soll es etwa frische Holzofenpizza geben.

Der Lothhof-Laden soll ein Vollsortimenter bleiben

Im Kerngeschäft will sich das Trio weiterhin auf den Verkauf von biologisch hergestellten Lebensmitteln und Produkten vornehmlich aus der Region konzentrieren. Der Lothhof-Laden „soll ein Vollsortimenter bleiben“, sagt Mair. Dies schließe Obst und Gemüse genauso wie Trockenshampoo ein. Außerdem soll es eine Frischetheke geben – etwa mit einem großen Käsesortiment in allen Preisklassen. Das Gemüse stammt teilweise von gepachteten Flächen des Lothhofs. Verkauft wird es entweder frisch oder zu Pickles verarbeitet im Geschäft. Neu im Sortiment ist auch Eis, wofür das Trio Milch vom Lothhof verarbeitet.

Mira Stark an der Käsetheke.
Mira Stark an der Käsetheke. Manfred Neubauer

Prinzipiell halten die drei Ladeninhaber dieses Konzept auch auf andere Orte für übertragbar. „Hofläden mit Cafés funktionieren ja grundsätzlich ganz ähnlich“, sagt Konstantin Stark. Doch letztlich stehe und falle jede Geschäftsidee mit den Personen dahinter. Er und seine Frau hätten zehn Jahre lang auf Höfen im süddeutschen Raum gearbeitet, viel Wissen und Erfahrung in der Verarbeitung und Veredelung von Fleisch- und Käseprodukten gesammelt. „Dadurch haben wir ganz großes Verständnis dafür gewonnen, wie landwirtschaftliche Produkte erzeugt werden“, erzählt Stark. Dieses Wissen könnten sie auch an die Kunden weitergeben, unter anderem auch Vorschläge für Rezepte machen.

Klemens Mair hat bis 2025 in Erfurt gelebt und für die Arbeiterwohlfahrt als Referent gearbeitet. Der Bezug zum Bio-Hof seiner Eltern, der nach Demeter-Kriterien arbeitet, sei nicht abgebrochen, sagt er. Die Semesterferien und den Urlaub habe er meistens zu Hause verbracht und in der Landwirtschaft mitgeholfen. Nach Jahren im Büro habe er das Gefühl gehabt, einmal eine eigene Geschäftsidee umsetzen zu wollen. Dafür habe sich jetzt die Chance ergeben.

Konstantin Stark an der Espressomaschine.
Konstantin Stark an der Espressomaschine. Manfred Neubauer

Geöffnet hat der Lothhof-Laden dienstags bis samstags, aktuelle Informationen gibt es auch über den eigenen Instagram-Kanal. Geplant ist, die Gastronomie noch durch einen Glasanbau zu erweitern. Bauanträge dafür sind eingereicht. Zudem solle der Betrieb auch für private Feiern angemietet werden können. Nachgedacht wird zudem über Auftritte von Musikern.

In Münsing sieht das Trio gute Voraussetzungen für sein Geschäftskonzept. Für Bio-Lebensmittel und regionale Produkte gebe es aufgeschlossene Kunden. „In den letzten Monaten gab es so viele Anfragen, wie es mit dem Lothhof-Laden weitergeht“, so Mair und Stark. „Das Interesse ist da.“

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Osterspaziergänge nahe München
:Frei nach Goethe

Warum in die Ferne schweifen, wenn vor den Toren der Stadt gerade die Natur erwacht? Sieben Tipps für Spaziergänge und kleine Wanderungen, die auch dem Doktor Faust gefallen hätten.

SZ PlusVon SZ-Autorinnen und -Autoren

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: