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Lenggries:Wirbel um das Pflegeheim 

Der Landkreis steigt aus dem Kreispflegeheim in Lenggries aus. Diese Nachricht löste Unruhe unter dem Heimpersonal und den Betroffenen aus. Der Kreisausschuss des Kreistags hatte den Ausstieg in seiner November-Sitzung mehrheitlich beschlossen. Und setzte noch eins drauf: Der Nutzungsvertrag zwischen dem Landkreis und der Gemeinde Lenggries für das Grundstück, auf dem die Einrichtung steht, sollte noch Ende dieses Jahres gekündigt werden.

Das ging dem Kreistag dann doch zu flott. Zwar sprach sich das Gesamtgremium ebenfalls dafür aus, die Trägerschaft für das Pflegeheim abzugeben, doch ließen die Räte ein Hintertürchen offen: Geprüft wird nun auch, ob Kreis und Gemeinde nicht doch noch auf interkommunaler Ebene zusammenarbeiten könnten. Die Nutzungsvereinbarung soll erst Ende 2017 gekündigt werden.

Wie auch immer, das Heim entspricht baulich nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben; ein Neubau ist erforderlich - und der ist teuer. Etwa 14 Millionen Euro kostet das neue Heim, das auf dem Grundstück an der Karwendelstraße errichtet werden soll. Denn trotz aller kontroversen Diskussionen, ob der Landkreis Träger bleiben soll, ist ein Punkt unstrittig, nämlich dass der Standort Lenggries erhalten bleiben soll. Es gibt den Bedarf an Pflegeplätzen im Süden des Kreises.