Lebensgefährliche MutprobeJunger Mann springt von Sylvensteinbrücke und verletzt sich schwer

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Der Wasserspiegel des Sylvensteinspeichers liegt derzeit sechs Meter unter der normalen Höhe.
Der Wasserspiegel des Sylvensteinspeichers liegt derzeit sechs Meter unter der normalen Höhe.
Wasserwirtschaftsamt Weilheim

Via Trampolin übers Geländer: Ein junger Mann prallt mit dem Bauch auf die Wasseroberfläche und muss mit dem Rettungshubschrauber nach Innsbruck gebracht werden. Die Wasserwacht warnt vor lebensgefährlichen Mutproben.

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Schwere Verletzungen hat sich ein junger Mann bei einem Sprung von der Sylvensteinbrücke am Sonntagabend zugezogen. Wie die Wasserwacht Lenggries mitteilt, hatte sich eine Gruppe junger Erwachsener dort zum Brückenspringen getroffen. Dazu befestigten sie ein Trampolin an der Brücke, nahmen „Anlauf über die Fahrbahn“ und hechteten über das Geländer.  Bei einem dieser Sprünge kam ein junger Mann mit dem Bauch auf der Wasseroberfläche auf und zog sich schwere Verletzungen zu.

Gegen 18.05 Uhr wurden die Wasserwacht Lenggries und die Freiwillige Feuerwehr Fall alarmiert. Die Einsatzkräfte übernahmen gemeinsam die Erstversorgung. Anschließend wurde der Patient mit einem Rettungshubschrauber zur weiteren medizinischen Behandlung in eine Klinik nach Innsbruck geflogen.

„Ein Sprung von dieser Brücke ist bereits bei normalem Wasserstand lebensgefährlich.“

Die Wasserwacht Lenggries nimmt den schweren Unfall zum Anlass, erneut vor Sprüngen von der Faller-Klamm-Brücke zu warnen: „Ein Sprung von dieser Brücke ist bereits bei normalem Wasserstand lebensgefährlich. Der aktuell außergewöhnlich niedrige Wasserstand verschärft die Gefahr zusätzlich.“

Zum Zeitpunkt des Unfalls lag der Pegel des Sylvensteinsees nach Angaben des Hochwassernachrichtendienstes Bayern bei rund 743,88 Metern über Normalnull. Der mittlere Seespiegel wird mit 752,12 Metern angegeben. Damit lag die Wasseroberfläche am Sonntagabend mehr als acht Meter unter dem mittleren Seespiegel. Gegenüber dem regulären Sommerstauziel von 750 Metern beträgt die Differenz ebenfalls mehr als sechs Meter. „Dadurch ist die Distanz zwischen Brücke und Wasseroberfläche derzeit nochmals deutlich größer.“

Der unkontrollierte Aufprall auf die Wasseroberfläche aus großer Höhe könne schwerste und im schlimmsten Fall lebensbedrohliche Verletzungen verursachen, warnt die Wasserwacht. Dafür müsse ein Springer weder den Seegrund noch einen Gegenstand unter Wasser treffen. „Kein Video, kein Kick und keine Mutprobe ist es wert, dafür die eigene Gesundheit oder sogar das eigene Leben aufs Spiel zu setzen.“

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