Süddeutsche Zeitung

Lenggries:Stromausfall legt Brauneck-Lifte lahm

Erst nach mehr als zwei Stunden ist Störung in Lenggries behoben

Ein Stromausfall in großen Teilen von Lenggries hat am vergangenen Wochenende vielen Wintersportlern am Brauneck den Spaß verdorben. Mehr als zwei Stunden, etwa von 10.15 Uhr bis 13 Uhr, standen am Samstagvormittag sämtliche Lifte still, an den beschneiten Abfahrten am Draxl- und Jaudenhang sowie an der Garland- und der Kotalm-Abfahrt ging nichts mehr. Die Fahrgäste in der Kabinenbahn konnten durch den Einsatz eines Notstromaggregats zu den Berg- beziehungsweise Talstation befördert werden.

Eine so lange Störung sei schon ungewöhnlich, sagte Hans Gerg, der Betriebsleiter der Brauneckbahnen gestern, materieller Schaden sei aber außer den Einnahmeverlusten nicht entstanden. Leider seien viele Gästeabgewandert oder wieder heimgefahren, weil niemand Auskunft geben konnte, wie lang die Störung dauern würde. Die Benutzer der Kabinenbahn hätten bis zur Umschaltung auf die eigene Stromquelle etwa fünf Minuten warten müssen. Die Störung war für die Bahnbetreiber umso verdrießlicher, als am Wochenende optimale Wintersportbedingungen herrschten.

Ursache war nach Auskunft der Bayernwerk AG Fremdverschulden - ein Baum, der im Lenggrieser Ortsteil Steinbach in die Leitung stürzte, als ein Landwirt ihn fällen wollte. Ein Störungstrupp konnte den Schaden zwar beheben, bis die gesamte Gemeinde wieder mit Strom versorgt war, dauert es allerdings noch bis gegen 18 Uhr. Die vergleichsweise lange Dauer des Ausfalls begründet das Bayernwerk damit, dass die drei 20-KV-Leitungen sich in einer Vogelschutzeinrichtung verfangen hätten.

Dadurch sei zwar ein kurzer Impuls ausgelöst worden, aber kein Kurzschluss und somit auch keine eindeutige Störungsmeldung. Man habe deshalb die gesamte Trasse abgehen müssen, um die Fehlerstelle zu suchen. Verletzt wurde zum Glück niemand, die Polizei war nach eigenen Angaben nicht involviert, weil nirgends die Sicherheit des Bergbahnbetriebs in Frage gestellt worden sei.

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Quelle:
SZ vom 16.12.2013
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