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Kultur in Schäftlarn:Unterstützung für Musikreihe

Michael Forster hat die künstlerische Leitung der Schäftlarner Konzerte von seinem Vater Benno übernommen.

(Foto: Harry Wolfsbauer)

Schäftlarner Konzerte erhalten Förderung der Zukunftsstiftung

Karten für klassische Musik sind meistens recht teuer - nicht allerdings bei den Schäftlarner Konzerten. Seit über fünf Jahrzehnten schließen sich über das Jahr verteilt immer wieder Spitzenmusiker zu einem Orchester zusammen und spielen im Kloster Schäftlarn für vergleichsweise kleines Geld alles, was das Liebhaberherz begehrt - von Mozart bis Telemann, von Vivaldi bis Barber. Schülern des Gymnasiums der Benediktinerabtei haben dabei kostenlosen Eintritt, Senioren aus den Altenheimen in Hohenschäftlarn und Ebenhausen werden mit einem Shuttlebus abgeholt.

Ziel der Konzertreihe ist es, hochkarätige Klassik zu bezahlbaren Preisen auf dem Land anzubieten. Zudem sollen möglichst alle Generationen an den Konzerten teilhaben können, nicht nur die Schüler des Klostergymnasiums haben deshalb freien Eintritt, alle Kinder und Jugendlichen kommen kostenlos oder zumindest mit sehr günstigen Tickets in den Musikgenuss. Und damit das auch in Zukunft so bleiben kann, bekommen die Veranstalter Michael Forster und Benno Forster nun finanzielle Unterstützung von der Zukunftsstiftung Ehrenamt Bayern.

Die 2018 gegründete Stiftung will ehrenamtliches Engagement erleichtern. Dieses Jahr schüttet die Zukunftsstiftung 150 000 Euro aus. Das Geld geht an elf verschiedene Projekte. 5000 Euro davon bekommen die Schäftlarner Konzerte. "Unsere Demokratie lebt davon, dass sich Menschen einbringen und anstehende Aufgaben freiwillig übernehmen", sagt Sozialministerin Carolina Trautner (CSU), die zugleich auch Vorstandsvorsitzende der Zukunftsstiftung Ehrenamt Bayern ist. Das Ehrenamt mache Bayern wärmer, sicherer und bunter, so Trautner. "Wir als Zukunftsstiftung Ehrenamt Bayern unterstützen Sie dabei."

Bei den Machern der Schäftlarner Konzerte freut man sich über die Zuwendung. Unter großer Anstrengung habe man auch heuer im Corona-Jahr drei der eigentlich fünf geplanten Konzerte durchgeführt. Allen freiberuflichen Künstlern, die nicht auftreten konnten, habe man zudem Ausfallhonorare bezahlt. "Da hilft uns die Unterstützung sehr", heißt es in einer Mitteilung. Denn schließlich wolle man auch weiterhin hervorragende klassische Musik zu moderaten Preisen anbieten.

Das Orchester bei den Schäftlarner Konzerten setzt sich zusammen aus renommierten Mitgliedern der drei großen Münchner Symphonieorchester - Bayerisches Staatsorchester, Münchner Philharmoniker und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Eine ziemlich einzigartige Sache und zugleich ein "zukunftsweisendes Konzept", wie die Zukunftsstiftung Ehrenamt Bayern in seiner Laudatio festhält.

© SZ vom 13.11.2020 / zif
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