Coronavirus:Kliniken halten an Regeln fest

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Coronavirus: In der Kreisklinik Wolfratshausen sind Patientenbesuche noch erlaubt, genau wie in der Tölzer Asklepios-Klinik.

In der Kreisklinik Wolfratshausen sind Patientenbesuche noch erlaubt, genau wie in der Tölzer Asklepios-Klinik.

(Foto: Hartmut Pöstges)

Im Landkreis hat die Inzidenz stark zugenommen. Die Zahl infizierter Patienten steigt. Besucher dürfen aber weiterhin ins Krankenhaus.

Von Benjamin Engel, Bad Tölz-Wolfratshausen

Die Inzidenz hat sich im Landkreis innerhalb einer Woche mehr als verdoppelt. Genauso ist die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Patienten im Krankenhaus gestiegen. Die beiden Kliniken - in Wolfratshausen und Bad Tölz - beobachten die Entwicklung engmaschig, um kurzfristig reagieren zu können. Vorerst soll es aber kein generelles Besuchsverbot mit Ausnahmemöglichkeiten wie im Klinikum Starnberg geben. "Im Moment hoffen wir, dass das nicht nötig wird", sagt der Prokurist der Kreisklinik Wolfratshausen, Thomas Reichart.

Das Team der Kreisklinik muss Stand Dienstagmittag elf positiv auf das Coronavirus getestete Patienten behandeln, einen davon auf der Intensivstation. Das bestätigt Reichart auf Nachfrage. Seit dem vergangenen Wochenende hat sich die Zahl der infizierten Patienten in der Kreisklinik damit praktisch verdoppelt. In der Tölzer Asklepios Stadtklinik sind es laut Sprecher Christopher Horn 17 Patientinnen und Patienten mit Corona, eine davon auf der Intensivstation. In beiden Krankenhäusern fallen Mitarbeiter coronabedingt aus, alle Bereiche und Stationen können aber momentan nach Aussagen der Häuser wie gewohnt betrieben werden.

Unterdessen bleiben die Besuchsregeln vorerst unverändert. In allen Räumlichkeiten gilt FFP2-Maskenpflicht. Besucher müssen einen tagesaktuellen negativen, zertifizierten Antigen-Schnelltest oder einen maximal 48 Stunden alten PCR-Test vorlegen. Darüber hinaus gilt: Erlaubt ist maximal ein Besucher pro Patient für höchstens eine Stunde am Tag. Begrenzt ist auch der Zeitraum für Besuche: In der Tölzer Klinik sind diese zwischen 15 und 19 Uhr möglich, an der Wolfratshauser Kreisklinik laut Homepage von 12 bis 18 Uhr. Innerhalb von 48 Stunden könne man auf geänderte Entwicklungen reagieren, so Kreisklinik-Prokurist Reichart. Man verfolge die Entwicklung ganz genau, sagt der Tölzer Klinik-Sprecher Horn. Im Rahmen der Corona-Task-Force werde die Lage wöchentlich neu bewertet.

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