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Veranstaltung zur Kommunalwahl:Wolfratshauser Fünfkampf

Auf dem SZ-Podium trifft Bürgermeister Klaus Heilinglechner (BVW) auf die Herausforderer Annette Heinloth (Grüne), Günther Eibl (CSU), Manfred Menke (SPD) und Richard Kugler (Wolfratshauser Liste). Themen sind die großen Herausforderungen, vor denen die Loisachstadt steht.

In Wolfratshausen wird die Kommunalwahl am 15. März spannend. Schließlich tritt der amtierende Bürgermeister Klaus Heilinglechner (Bürgervereinigung Wolfratshausen) diesmal gegen vier Herausforderer an: Annette Heinloth (Grüne), Günther Eibl (CSU), Manfred Menke (SPD) und Richard Kugler (Wolfratshauser Liste) kandidieren ebenfalls für das höchste Amt der Stadt. Alle fünf treffen sich am Montag, 17. Februar, in der Aula des Kollegs Sankt Matthias in Waldram zu einer Podiumsdiskussion der Süddeutschen Zeitung Bad Tölz-Wolfratshausen. Die SZ-Redakteure werden den Kandidaten vor der Wahl auf den Zahn fühlen und fragen, wie sie die großen Herausforderungen in der Stadt in der kommenden Legislaturperiode angehen wollen. Auch die Zuhörer werden reichlich Möglichkeiten bekommen, Fragen zu stellen.

In der Loisachstadt müssen in den kommenden Jahren viele Beschlüsse umgesetzt und Projekte vorangetrieben werden. Die Umgestaltung der Altstadt, der Bau der Parkhäuser am Paradiesweg und am Hatzplatz, der Umbau des Untermarkts 10 und die Umgestaltung des Loisach-Westufers stehen auf der allgemeinen politischen Agenda, ebenso wie der Neubau einer Halle für die Sportvereine und die Entwicklung der Hammerschmiedschule. Auch die Surfwelle wird den neuen Stadtrat nach der Wahl im Frühjahr weiter beschäftigen.

Entscheidend ist, wie die Kandidaten über die einzelnen Themen denken, welche Prioritäten sie setzen und was ihre Vision für die Stadtentwicklung ist. Auf dem SZ-Podium können sie den Wählern zudem darlegen, wie sie den großen Herausforderungen begegnen wollen, dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum, der steigenden Verkehrsbelastung oder der Verödung der Innenstadt. Die Wolfratshauser können mit ihnen in Dialog treten, um herauszufinden, wen sie am 15. März wählen sollen.

Bislang haben sich die fünf Kandidaten nur im Stadtrat gemeinsam öffentlich ausgetauscht. Bei der SZ-Podiumsdiskussion in Waldram haben sie die Möglichkeit, sich gegenseitig zur Rede zu stellen und voneinander abzugrenzen. Dabei können sie die Rolle spielen, für die sie sich bewerben. Heilinglechner möchte die Erfolgsgeschichte der Bürgervereinigung weiterführen, die seit bald zwölf Jahren das Rathaus führt. Seine Herausforderer wollen einen Wechsel. Das gilt für die drei Vertreter der etablierten Parteien - CSU, SPD und Grünen - ebenso wie für Richard Kugler von der Wolfratshauser Liste. Kugler wollte 2008 schon einmal für die CSU Bürgermeister werden. Nun kandidiert er für die neue Gruppierung des damaligen Siegers Helmut Forster. Der hatte Heilinglechner bei der vergangenen Kommunalwahl zu seinem Nachfolger gemacht, sich aber nach fünf Jahren wegen "persönlicher Differenzen" mit dem amtierenden Bürgermeister im Herbst überraschend von der Bürgervereinigung losgesagt. Spannend wird auch, wie sich dieser politische Zündstoff auf den Wahlausgang auswirkt.

SZ-Podiumsdiskussion mit den Wolfratshauser Bürgermeisterkandidaten, Montag, 17. Februar, Aula Kolleg Sankt Matthias, Seminarplatz 3, Waldram. Beginn: 19.30 Uhr, Einlass ab 19 Uhr, Eintritt frei

© SZ vom 22.01.2020/aip