bedeckt München 25°

Kommunalwahl in Münsing:Grüne gehen leer aus

Bürgermeisterwahl  2014

Regina Reitenhardt (Wählergruppe Münsing) setzte sich bei der Wahl zur Dritten Bürgermeisterin durch.

(Foto: Hartmut Pöstges)

Stimmenkönigin Mair scheitert bei Wahl zur Dritten Bürgermeisterin

Die Grünen sind bei der Wahl der beiden Stellvertreterposten des Bürgermeisters in Münsing leer ausgegangen: Obwohl die Partei die meisten Stimmen bei der Gemeinderatswahl gewonnen und ihre Spitzenkandidatin Christine Mair das beste Einzelergebnis erzielt hatte, reichte es dafür nicht. Zweiter Bürgermeister bleibt Josef Strobl (Wählergruppe Münsing). Ihn wählte der neue Gemeinderat in der konstituierenden Sitzung einstimmig zum ersten Stellvertreter. Mair unterlag am Dienstag bei der Wahl zur Dritten Bürgermeisterin Regina Reitenhardt (Wählergruppe Münsing) mit drei zu 13 Stimmen. Ein Gemeinderat enthielt sich.

Zur Kommunalwahl waren die Grünen in Münsing erstmals angetreten. Die Partei gewann drei Sitze. Ebenso viele stellt die Wählergruppe Münsing, die allerdings ein Mandat verlor, jetzt trotzdem den Zweiten und Dritten Bürgermeister stellt. Die bisherige Umweltreferentin Mair reagierte am Tag danach enttäuscht, dass es für keinen der Stellvertreterposten reichte. "Das ist unglaublich", sagte sie. Die Grünen seien in Münsing die stärkste Gruppierung geworden und hätten ganz bewusst darauf verzichtet, gegen Strobl für den ersten Stellvertreterposten zu kandidieren. Das Ergebnis spiegle den Wählerwillen nicht wider, sagte Mair. "Das ist keine gute Außenwirkung."

Kulturreferent wird Georg Sebald (Wählergruppe Ammerland). Umweltreferentin des Gemeinderats wird künftig Anja Ruhdorfer (Grüne) sein. Mit der 33-jährigen Landschaftsarchitektin und Energiewendeexpertin werde sie ein gutes Team bilden, sagt Mair. Die Münsinger Grünen wollten nun positiv bleiben. Es gehe darum, die bürgernahe Politik fortzusetzen, weiterhin die Grünen-Stammtische zu organisieren und Anträge zu stellen.

© SZ vom 07.05.2020 / bene

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite