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Kommunalwahl in Bad Tölz-Wolfratshausen:Fritz Schnaller bleibt im Stadtrat

Der Wolfratshauser SPD fallen im neuen Gremium vier Sitze zu

Die SPD wird im neuen Wolfratshauser Stadtrat vier Sitze bekommen. Neben Fritz Meixner, Manfred Menke und Gerlinde Berchtold wird auch Fritz Schnaller die Sozialdemokraten weiterhin im Rathaus vertreten. Nach Auszählung der Stimmen und Erfassung aller Schnellmeldungen waren bis zum späten Montagabend nur 23 der 24 Stadtratssitze vergeben. "Das war zunächst unerklärlich", sagt Wahlleiter Martin Millian. Inzwischen sei die Panne auf einen Konfigurationsfehler in der neuen Software zurückzuführen.

Fritz Schnaller, noch amtierender Zweiter Bürgermeister, kann seinen 23 Jahren im Stadtrat damit weitere sechs Jahre hinzufügen. Laut den Schnellmeldungen hat er 2437 Stimmen bei der Kommunalwahl bekommen und damit auch seine Ehefrau Ingrid Schnaller überholt, die auf der Liste über ihm gesetzt war. Dass er im Stadtrat bleibt, hätten ihm bereits Bürger am Montagabend mitgeteilt, die dies selbst ausgerechnet hätten, sagt er. Das Verfahren sei schließlich eindeutig. "Wie eine Verwaltung nicht in der Lage ist, das durchzurechnen, verstehe ich nicht." Dass die SPD im Vergleich zur endenden Wahlperiode nun einen Sitz verloren habe, sei bedauerlich. "Angesichts der politischen Wetterlage sind wir aber mit einem blauen Auge davongekommen", sagt Schnaller.

Die SPD ist damit die drittgrößte Fraktion im Stadtrat, nach den Grünen mit sechs Sitzen (Annette Heinloth, Hans Schmidt, Peter Lobenstein, Assunta Tammelleo, Jennifer Layton und Rudi Seibt) sowie BVW (Klaus Heilinglechner, Josef Praller, Peter Ley, Ulrike Krischke und Helmuth Holzheu) und CSU (Günther Eibl, Alfred Fraas, Sepp Schwarzenbach, Peter Plößl und Susanne Thomas), die jeweils drei Sitze verloren haben und mit je fünf Stadträten vertreten sind. Neu im Stadtrat sind die Wolfratshauser Liste (Richard Kugler, Helmut Forster und Manfred Fleischer) mit drei Sitzen und Patrick Lechner für die FDP.

© SZ vom 18.03.2020 / aip

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