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Kommunalwahl in Bad Tölz-Wolfratshausen:Der neue Kreistag stellt sich vor

Gewinner sind die Grünen. Künftig sitzen auch Linke, ÖDP und AfD im Gremium.

Das vorläufige Ergebnis zur Wahl des Kreistags liegt vor. Demnach sind die Grünen die Gewinner. Sie können von derzeit neun auf 13 Sitze zulegen. CSU und Freie Wähler verlieren jeweils zwei Mandate, wobei die Christsozialen mit 21 Sitzen die stärkste Fraktion im Gremium bleiben. Neu im Kreistag vertreten sind die Linke mit einem Sitz und die ÖDP mit zwei Sitzen. Erstmals mit dabei ist die AfD. Sie konnte zwei Mandate erringen. Die Wahlbeteiligung lag bei 59 Prozent und damit höher als bei der letzten Kommunalwahl. 2014 lag die Wahlbeteiligung bei 55 Prozent.

Viele neue Gesichter wird es von Mai an im Kreistag des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen geben. Bei der CSU sind dies der frisch gekürte Tölzer Bürgermeister Ingo Mehner, Christine Rinner aus Lenggries, Günther Eibl aus Wolfratshausen - er tritt am 29. März in der Stichwahl gegen Bürgermeister Klaus Heilinglechner an -, Maria Urban aus Eurasburg, Bernhard Simon aus Lenggries und Klaus Rauchenberger aus der Jachenau.

Auf 14 Sitze kommen die Freien Wähler. Neu im Kreistag sind Ludwig Schmid aus Geretsried und Anton Ortlieb, der Bürgermeister der Gemeinde Benediktbeuern. In der Stichwahl am 29. März wird entschieden, ob Josef Niedermaier erneut Landrat wird - oder ob er künftig als Kreisrat dem Gremium angehören wird.

Die Freude groß dürfte bei den Grünen sein. Sie haben vier Mandate dazugewonnen und haben nun insgesamt 13 Sitze. Sie liegen damit nur einen Sitz hinter den Freien Wählern. Die Zusammensetzung der Fraktion verändert sich wesentlich. Weiterhin mit dabei sind Klaus Koch, Barbara Schwender, Nikolaus Mair und Anneliese Wiedenbauer-Schmidt. Neu sind Landtagsabgeordneter Hans Urban aus Eurasburg, Maria Demmel aus Sachsenkam, Wolfgang Goymann aus Königsdorf, Annette Heinloth aus Wolfratshausen, Christine Mair, Alexandre Müllejans aus Eurasburg, Felix Mattes aus Gaißach und Teresa Wimmer aus Dietramszell.

Ein herber Schlag ist das Wahlergebnis für die SPD. Sie büßt drei Sitze ein und ist nur noch mit vier Kreisräten vertreten. Nicht mehr mit dabei sind etwa Willi Streicher und Klaus Barthel. Neu sind Filiz Cetin aus Bad Tölz, die auch für das Amt des Landrats kandidierte, und Wolfgang Werner aus Geretsried.

Die Bayernpartei hat einen Sitz verloren. Sie wird künftig durch Wolfgang Morlang aus Lenggries im Kreistag vertreten. In seiner Heimatgemeinde bewirbt er sich in der Stichwahl für das Bürgermeisteramt. Ebenfalls einen Sitz verloren haben die Freien Unabhängigen Wähler (FUW). Nur noch Franz Hartmann aus Wackersberg hat den Sprung in den Kreistag geschafft. Auf Anhieb zwei Sitze geholt hat die ÖDP. Sie war vor Jahren schon einmal im Kreistag vertreten. Von Mai an sind Monika Achermann-Weinert aus Wolfratshausen und Max Korntheuer aus Münsing Mitglieder des Gremiums. Bei der FDP bleibt es bei einem Sitz. Nur werden die Freien Demokraten nicht mehr von Günther Fuhrmann vertreten, sondern von Lorenz Terwey aus Geretsried. Neu dabei ist die Linke. Sebastian Englich aus Bad Tölz wird Kreisrat. Die AfD ist mit Michael Kilian und Timo Klitzsch vertreten.

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© SZ vom 20.03.2020
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