Kommunalpolitik:Sprachrohr für Ü65

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Kommunalpolitik: Die Seniorenreferentin Ulrike Krischke will mit dem neuen Gremium "konstruktiv Lösungen erarbeiten".

Die Seniorenreferentin Ulrike Krischke will mit dem neuen Gremium "konstruktiv Lösungen erarbeiten".

(Foto: Harry Wolfsbauer)

Die Stadt Wolfratshausen hat jetzt eine eigene Seniorenvertretung

Die Stadt Wolfratshausen hat eine eigene Seniorenvertretung. Das 14-köpfige Gremium, das vom Stadtrat berufen wurde, hat sich bei einer konstituierenden Sitzung vergangene Woche erstmals vorgestellt. Die Seniorenvertretung soll "aktiv die Interessen älterer Mitbürgerinnen und Mitbürger vertreten" und deren besondere Belange fördern. So steht es in der Satzung, die der Stadtrat im Mai dieses Jahres verabschiedet hat. Die Gründung des Beirats war bereits 2017 beschlossen worden, um den älteren Bürgerinnen und Bürgern ein Forum zu geben, in dem sie politische Entscheidungen mitgestalten können. Sie machen mehr als 20 Prozent der Stadtbevölkerung aus.

Neben der Seniorenreferentin im Stadtrat, Ulrike Krischke (BVW), und der städtischen Seniorenbeauftragten Sibylle Gruber gehören dem Gremium acht Vertreter seniorenrelevanter Vereine und Einrichtungen, sowie vier Bürgerinnen und Bürger über 60 an, die unabhängig von Verbänden und Vereinen die Interessen der Seniorenschaft vertreten. Die Runde ist bunt gemischt: Zu ihr gehören die frühere Seniorenreferentin und SPD-Stadträtin Roswitha Bayer, der einstige Leiter des AWO-Demenzzentrums und Vorsitzende der Alzheimer-Gesellschaft, Dieter Käufer, sowie die langjährige AWO-Sozialdienstchefin Gabriele Strauhal und die Leiterin der Nachbarschaftshilfe "Bürger für Bürger", Eva-Maria Rühling. Franz Stoll vertritt den Sozialverband VdK, Gertrud Huber den Malteser Hilfsdienst, Brigitte Schwanghart die kirchlichen Gemeinden. Ebenfalls in der Runde sitzen der ehemalige Eglinger Gemeinderat Knut Arndt, die ehemalige Rektorin der Geretsrieder Isardamm-Schule, Renate Kreis, und die Psychotherapeutin Corina Weixler. Klaus Rollbühler hat langjährige Erfahrung in der Altenpflege, und Patricia Vogl will sich für spezielle Wohnformen für Senioren und Menschen mit Behinderung einsetzen.

"Uns ist es wichtig, dass wir konstruktiv Lösungen erarbeiten, die überfraktionell getragen werden", sagt Krischke. Bei der konstituierenden Sitzung hätten sich drei große Themenschwerpunkte herauskristallisiert: die Vernetzung der bestehenden Angebote für Senioren; die Frage, wie man Senioren aus der Einsamkeit und Isolation bringen könne; und die mögliche Errichtung eines Pflegestützpunkts in Wolfratshausen. Das Gremium wird sich auch mit möglichen Lösungen für das Klein-Anwesen befassen, das zur Hälfte Kirche und Stadt vermacht wurde, um es für Senioren zu nutzen. Tagen soll es zwei bis drei Mal im Jahr. Die nächste Sitzung findet am 16. Februar statt.

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