"Muss ich das Wort tatsächlich aussprechen?", fragt Rainer Kopnicky (CSU) zurück, als es um seine ersten Herausforderungen als neuer Rathauschef von Königsdorf geht. Denn die Pandemie stelle die Gemeindeverwaltung tagtäglich vor noch nie dagewesene hohe Hürden. "Manche Themen waren mir ja schon vorher vertraut, Baurechtliches etwa, und dann kommt eben Neues dazu wie Feuerwehrwesen, Schule oder Kita. Das ist interessant und spannend, ich lerne jeden Tag dazu", sagt der 52-jährige Verwaltungsfachwirt. Doch das alles beherrschende Thema sei eben der Umgang mit dem Virus, wofür niemand auf Erfahrungswerte zurückgreifen könne. Pionierarbeit also, mit großer Verantwortung. "Ein Beispiel: unser Allwetterplatz. So gerne ich möchte, kann ich ihn nicht freigeben, solange es kein Hygienekonzept und keine Aufsicht gibt. Denn sollte es zu einer Ansteckung kommen, sind wir als Gemeinde in der Haftung." Das Virus spiele in fast alle Themen hinein - den Schulbetrieb etwa, oder den Neubau der Turnhalle. Ein anderes drängendes Thema ist ihm kürzlich bei einem Unwetter vor Augen geführt worden: die Versickerung von Regenwasser im Gemeindegebiet. "Die Intensität ist eine andere", sagt er im Vergleich zu seiner früheren Gemeinderatsarbeit. Unterm Strich aber ist Kopnicky froh über den Wählerwillen, der ihn ins Amt hob - auch wenn seine Arbeitstage nun irgendwas zwischen acht und 14 Stunden hätten.