Umweltverschmutzung:Öl im See: Austrittsorte gefunden

Umweltverschmutzung: In der Kristalltherme soll das Öl beim Befüllen eines Tanks ausgetreten sein.

In der Kristalltherme soll das Öl beim Befüllen eines Tanks ausgetreten sein.

(Foto: Manfred Neubauer)

Experten stoßen auf drei kontaminierte Stellen am Kochelsee. Die Ursache für die Verschmutzung ist noch ungeklärt.

Von Benjamin Engel, Kochel am See

Nachdem vor einigen Tagen am Kochelsee Hunderte Liter Heizöl ausgetreten sind, haben die Einsatzkräfte nun drei Stellen ausgemacht, die von der Verunreinigung betroffen sind. Laut Pressestelle des Landratsamts war der Boden dafür mittels Kleinrammsondierungen untersucht worden. So soll geklärt werden, wie das Öl in den See gelangte und welche Folgen sich daraus ergeben können. Sachverständige seien eingeschaltet, heißt es aus der Kreisbehörde. Mit ersten Ergebnissen werde bis in etwa einer Woche gerechnet. Bislang haben die Einsatzkräfte weder kranke Fische noch Vögel gefunden. Sie beobachten allerdings weiterhin, ob und inwiefern die Tier- und Pflanzenwelt am Kochelsee geschädigt ist.

Der Ölfilm hatte sich am vorvergangenen Samstag auf dem See ausgebreitet. Betroffen war eine Wasseroberfläche von insgesamt circa 1000 Quadratmetern. Laut Mitteilung des Landratsamt gelang es den Einsatzkräften, die circa 600 Liter des ausgetretenen Heizöls mit speziellen Bindemitteln aufzunehmen und zu entsorgen. Ölsperren konnten zudem verhindern, dass sich der Schmutzfilm weiter ausbreitete. Experten von Polizei, der Gemeinde Kochel am See, der Feuerwehr, des Landratsamts Bad Tölz-Wolfratshausen sowie des Wasserwirtschaftsamts Weilheim waren im Einsatz.

Derzeit ermitteln die Behörden noch genauer, wie das Heizöl in den See gelangen konnte. Bislang sei nur bekannt, dass der Brennstoff aus technischen Gründen versickert sein soll, als ein Öltank der Kristalltherme am Ostufer des Kochelsees befüllt wurde, so das Landratsamt.

Die Kreisbehörde bittet alle Wassersportler, die noch immer mit Ölsperren abgetrennte Austrittsfläche weiträumig zu meiden.

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