KesselbergUneinsichtige Biker

Am Kesselberg, hier ein Archivfoto, passieren besonders viele Motorradunfälle, darum gibt es von April bis Oktober zu bestimmten Zeiten ein Fahrverbot für Biker. 
Am Kesselberg, hier ein Archivfoto, passieren besonders viele Motorradunfälle, darum gibt es von April bis Oktober zu bestimmten Zeiten ein Fahrverbot für Biker.  Manfred Neubauer

Am langen Osterwochenende kontrolliert die Polizeistation Kochel das Fahrverbot, und das scheint auch notwendig zu sein.

Die Kesselbergstraße, eigentlich die B11 zwischen Kochel- und Walchensee, gilt als Unfallschwerpunkt für Motorradfahrer. Um die Zahl der Unfälle zu verringern, gibt es auf der kurvigen Strecke seit 2023 ein teilweises Fahrverbot für Motorräder, und zwar von Anfang April bis Ende Oktober täglich zwischen 15 und 22 Uhr. Dass das nicht bei allen gut ankommt, zeigt der Bericht der Polizeistation Kochel am See vom langen Osterwochenende.

Da dieses das erste Wochenende war, an dem das Fahrverbot für Motorräder gilt und zudem noch schönes Wetter herrschte, kontrollierte die Polizei den Unfallschwerpunkt Kesselberg besonders gründlich und wurde auch fündig: Insgesamt acht Motorradfahrer hatten sich laut Bericht über die Sperrung hinweggesetzt, sie wurden verwarnt. Zwei weitere überholten trotz des auf der gesamten Strecke geltenden Überholverbots, sie müssen nun mit einem Bußgeld rechnen.

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Bevor das Fahrverbot 2023 zunächst testweise eingeführt wurde, war die Zahl der Motorradunfälle auf der kurvigen Strecke sehr hoch: Laut einer Statistik aus dem vergangenen Jahr verunglückten dort zwischen 2018 und 2022 jährlich rund 20 Biker, nach Einführung des Fahrverbotes war es dann noch knapp die Hälfte.

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