Bei Motorradfahrern ist die kurvenreiche B11 südlich von Kochel beliebt, gleichzeitig ist die Verbindungsstraße zwischen Kochel- und Walchensee auch ein berüchtigter Unfallschwerpunkt, wie sich am Samstag binnen weniger Stunden gleich zweimal gezeigt hatte.
Wie die Polizeistation Kochel am See berichtet, war der erste Unfall war 12.45 Uhr bergabwärts kurz vor der Baustelle vor Altjoch passiert. Ein 52 Jahre alter Münchner war mit seiner Maschine in einer Linkskurve zu dicht an die rechte Leitplanke herangefahren und mit dieser kollidiert. Durch den folgenden Sturz verletzte er sich schwer am linken Bein und musste nach der Erstversorgung vom BRK in die Unfallklinik nach Murnau gebracht werden. Warum der 52-Jährige verunglückte, ist laut Polizei noch unklar, im Bericht heißt es aber „den Umständen und Spurenlage nach, dürfte hier ausnahmsweise die Geschwindigkeit nicht die Unfallursache gewesen sein“.
Im Gegensatz zum zweiten Unfall, der sich etwa zwei Stunden später in der sogenannten „Schaukurve“ ereignete. Dort war ein 16 Jahre alter Geretsrieder mit seinem Leichtkraftrad bergabwärts in der Linkskurve rechts gegen die Felswand geprallt, laut Polizei eindeutig deshalb, weil er zu schnell unterwegs war. Der junge Mann hatte zu seinem Glück mit Protektoren ausgestattete Schutzkleidung getragen, nach Aussage des Notarztes hat ihn das vor schlimmeren Verletzungen bewahrt, er wurde trotzdem ebenfalls ins Murnauer Unfallkrankenhaus gebracht.

