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Reden wir über:"Fridays for Future"

Bananafishbones

Sänger Sebastian Horn (links) findet, dass es "auch langsam mal Zeit" wurde, sich als Band am Fridays-for-Future-Protest zu beteiligen.

(Foto: Bananafishbones/oh)

Sebastian Horn von den Fishbones spricht über Klimaaktivismus.

Unter dem Motto "Neustartklima" rufen Jugendliche von "Fridays for Future" (FFF) in Bad Tölz diesen Freitag, 29. November, wieder zum Klimastreik auf. Um 11 Uhr starten sie beim Rathaus ihren Protestmarsch. Sobald die Gruppe die Isarbrücke kreuzt, wird sie von den Bananafishbones empfangen. Sänger und Bassist Sebastian Horn spricht über Klimaschutz und die Bedeutung von FFF.

SZ: Sie sind das erste Mal beim Klimastreik von FFF dabei, wie kam es dazu?

Sebastian Horn: Eigentlich ist es eine Selbstverständlichkeit. Als Band mit elf Kindern wurde das auch langsam mal Zeit. Die Tochter unseres Schlagzeugers ist im Organisationsteam von FFF. Wir wollten die Bewegung schon lange unterstützen, bisher ist das aber leider immer mit anderen Terminen kollidiert. Deswegen freuen wir uns diesmal umso mehr, mit dabei zu sein. Aber es geht dabei ja nicht um uns, sondern um die Sache und das tolle Engagement der Jugendlichen zu unterstützen. Wir sind nur ein kleiner Teil davon.

Sie stehen also ganz hinter FFF und ihren Forderungen?

Ja, auf jeden Fall. Es ist großartig, was die Kinder und Jugendlichen da auf die Beine gestellt haben und immer wieder tun. Sie haben neue Denkanstöße geschaffen und schauen den großen Fischen auf die Finger. Außerdem finde ich die Unterstützung wichtig, um der Polarisierung entgegenzuwirken. Wenn sich jemand nicht für den Klimaschutz interessiert und nicht handeln möchte, dann ist das so. Aber man sollte nicht dagegen handeln oder den Jugendlichen gegenüber ausfällig werden, was leider immer öfter passiert.

Wie gehen Sie als Band mit dem Thema Klimaschutz um?

In letzter Zeit ist uns die Bedeutung von Klimaschutz immer stärker bewusst geworden. Dass wir so oft mit dem Auto unterwegs sind, tut schon weh. Aber unsere Instrumente mit dem Fahrrad transportieren, geht einfach nicht. Statt die Rolltreppe in Gang zu bringen oder den Aufzug zu nehmen, bevorzugen wir aber die Treppe. Ich denke, es kommt auf die Kleinigkeiten im Alltag an. Hat man einmal angefangen, umzudenken, stößt das einen Prozess an und dann ändert man seine Gewohnheiten: Kauft weniger Fleisch, benutzt öfter das Fahrrad und greift eher zu den regionalen Produkten. Dazu schreiben wir gerade auch einen Song. Über die klimaverändernden Kleinigkeiten im Alltag. Das Thema ist so in unseren Köpfen drin, dass es jetzt auch in unsere Lieder einfließt.

Wird man die Bananafishbones jetzt öfter auf Klimademonstrationen sehen?

Wenn wir gefragt sind, dann unterstützen wir das auf jeden Fall, wenn es möglich ist. Die Kinder sprechen mir so aus der Seele. Es ist einfach großartig, dass die Jungen da so engagiert sind.