Lionel ist nicht allein. Und seine Eltern sind es auch nicht. „Es geht ihm gut, jetzt ist er ganz entspannt“, sagt Hermine Eger und deutet auf das Pulsoximeter. Ihr Mann Hansjörg, der neben ihr am Krankenbett steht, fängt ihr Lächeln ein und erwidert es. Sie beide haben gelernt, jede Regung, jede Veränderung im Körper ihres Sohns zu deuten. Lionel Aaron Tamino haben sie den Jungen genannt, der da liegt und atmet. Im Juli 2024 ist ein kleines Blutgefäß in seinem Kopf geplatzt. Einfach so. Und hat ihr Leben in Stücke gerissen. Seither arbeiten sie daran, es wieder zusammenzusetzen. Tag für Tag. Tag und Nacht.
KinderhospizarbeitDen Tagen mehr Leben geben
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Das Ambulante Kinderhospiz München steht Familien mit unheilbar erkrankten Kindern zur Seite. So wie Lionel und seinen Eltern. Ein Besuch bei einer Familie in Geretsried, die Vieles aufgegeben hat, aber nicht die Hoffnung.
Von Stephanie Schwaderer, Geretsried
