Innerhalb von zwei Stunden haben sich am Samstag im Bereich der sogenannten „Applauskurve“ am Kesselberg zwei schwere Motorradunfälle mit Verletzten ereignet. Ein Unfall wurde wohl nur entdeckt, weil einem aufmerksamen Polizisten verdächtige Schleifspuren auf der Fahrbahn aufgefallen waren.

Starnberger See:Der ewige Streit ums bessere Ufer
Auf welcher Seite des Starnberger Sees ist es am schönsten? Das Ostufer gilt wegen der Abendsonne als der perfekte Platz für Spätaufsteher. Die Bewohner am anderen Ufer schätzen den Blick, Gastronomie und Einkaufsmöglichkeiten. Auf Erkundungstour.
Der Polizist war laut Bericht privat unterwegs, als er gegen 14.50 Uhr die Schleifspuren bemerkte und sich daher genauer in der Umgebung umsah. Dabei entdeckte er eine regungslose Person in Motorradkleidung verkeilt zwischen den Bäumen. Es handelte sich um eine 23-jährige Kirchheimerin, die nach Einschätzung der Polizei zu schnell bergab gefahren war und deshalb die Kontrolle über ihr Motorrad verloren hatte.
Der Polizist leistete mit Unterstützung zweier weiterer Personen Erste Hilfe. Eine von ihnen war Rettungssanitäterin, die der schwer verletzten und bewusstlosen Motorradfahrerin schnell professionell helfen konnte, bis sie mit dem Rettungshubschrauber nach Murnau gebracht wurde. Die Freiwillige Feuerwehr Kochel kümmerte sich um die aufwendige Bergung, die Sicherung und die Absperrung der Unfallstelle. An der Maschine entstand ein Totalschaden in Höhe von etwa 20 000 Euro.
Etwas glimpflicher war zuvor gegen 13 Uhr der Sturz eines 17-Jährigen aus Bad Kohlgrub ausgegangen, der mit seinem Motorrad ebenfalls beim Bergabfahren in derselben Linkskurve gestürzt war. Auch er war laut Polizei wohl zu schnell unterwegs. Der junge Mann zog sich beim Sturz eine schwere Beinverletzung zu und wurde ebenfalls in die Unfallklinik Murnau gebracht.

