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Isartal:Icking macht Jagd auf Raser

Es gibt drei Strecken in Icking, auf denen oft gerast wird. Das sind in Attenhausen die Dorfstraße, in Dorfen die Starnberger Straße und in Irschenhausen die Ebenhauser Straße. In Attenhausen fahren in der Tempo-30-Zone rund 34 Prozent aller kontrollierten Fahrzeuge zu schnell, in den beiden anderen Ortsteilen fast ebenso viel. Das hat eine Auswertung der kommunalen Verkehrsüberwachung ergeben, wie Bürgermeisterin Verena Reithmann (UBI) am Montag im Gemeinderat mitteilte. Insgesamt wurden im Jahr 2019 rund 3120 Fahrzeuge kontrolliert. Damit hätten die Verstöße gegen die Geschwindigkeit im Vergleich zum Vorjahr im Verhältnis sogar zugenommen, nämlich von 14,4 auf 20,1 Prozent. Wie schnell gefahren wurde, lässt sich aus den Daten allerdings nicht ablesen. Erfreulich: Insgesamt haben sich aber 80 Prozent der Fahrer an die Vorschriften gehalten, im Bereich der Schulen sogar 90 Prozent. Die Gemeinde will die Blitzer deshalb anders aufstellen und während der rund 112 Stunden Messzeit pro Jahr vor allem an den drei "Brennpunkten" Jagd auf Raser machen. Seit 2014 überwacht die Nürnberger Wach- und Schließgesellschaft als externer Dienstleister den fließenden, seit 2018 auch die Falschparker im ruhenden Verkehr.

© SZ vom 28.05.2020 / shau
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