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Isarradweg:Sicherer nach Venedig

Via Bavarica Tyrolensis

Ungeschützt müssen Radfahrer über die Tattenkofener Straße.

(Foto: Hartmut Pöstges)

Mehr als 1000 Radler müssen an schönen Wochenenden die gefährliche Staatsstraße in Geretsried überqueren. Jetzt bekommt der Isarradweg eine Unterführung.

Die Stadt Geretsried will eine Menge Geld in die Hand nehmen, um einen Gefahrenpunkt im Fahrradverkehr zu entschärfen: An der Querung des Isarradwegs mit der Staatsstraße 2369 (Tattenkofener Straße) soll eine Unterführung entstehen. An dieser Stelle hat sich im Jahr 2009 ein tödlicher Verkehrsunfall ereignet, nur ein Jahr später kam es zu einer weiteren schweren Kollision, bei der Menschen verletzt wurden.

Dies hatte schon damals zu Diskussionen geführt, der Bau einer Unterführung mit veranschlagten Kosten in Höhe 1,2 Millionen Euro erschien der Stadt aber zu teuer. Jetzt aber gibt es Gelder aus dem Leader-Projekt der EU: Mit bis zu 50 Prozent wird die Beseitigung aller Gefahrenpunkte gefördert, die im Landkreis auf der Route des stark frequentierten Isarradwegs "München - Venezia" liegen. Weil die Tattenkofener Straße eine Staatsstraße ist, trägt das Bauamt Weilheim zu dem Leader-Förderbetrag in Höhe von 422 000 Euro zusätzlich 125 000 Euro bei, sodass auf die Kommune nur noch 606 000 Euro entfallen. Die will die Stadt auch investieren.

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Im Bauausschuss herrschte jedenfalls Einigkeit zur These von Bürgermeister von Michael Müller, "dass uns das die Sicherheit der Radfahrer wert sein muss". Schließlich handle es sich bei der Fahrradtrasse um eine "stark befahrene Schlüsselverbindung am Isarhochufer". Die sei nicht nur überregional, sondern auch lokal, für die Stadt, von großer Bedeutung. Die Stelle gelte als äußerst sensibel, und deshalb müsse man das Vorhaben jetzt angehen.

Die Abstimmung erfolgte, vor allem mit Blick auf den stetig zunehmenden Fahrradtourismus, einmütig, wenngleich sich Zweiter Bürgermeister- Thomas Hopfner eine etwas preisgünstigere Variante gewünscht hätte. Eine grundsätzlich mögliche Billigversion ergibt aus Sicht von Jan Klinger vom Bauamt indes wenig Sinn.

Nachdem mehrere Varianten untersucht wurden, sei man zu dem Ergebnis gekommen, dass für den Bau der Unterführung wegen des Grundwasserstandes eine teure Wanne notwendig ist. Bei Regen stehe das Bauwerk sonst unter Wasser und sei nicht benutzbar. Gerade die aufwendige Abdichtung aber führe zu der Kostenschätzung von 1,2 Millionen Euro.

Dass das Projekt entscheidend zur Verkehrssicherheit beiträgt, zeigt Klinger zufolge eine Verkehrszählung von 2012. Die habe ergeben, dass pro Wochenende bis zu tausend Radfahrer und Fußgänger an dieser Stelle die Tattenkofener Straße überqueren. Die Mittel für den Bau der Unterführung sollen bereits für 2018 eingeplant werden.

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