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In Geretsried:Wassersportler wehren sich

Petition soll geplante Gebühren für Hallenbadnutzung verhindern

Für Wassersportvereine, die das neue Hallenbad in Geretsried nutzen möchten, fallen zukünftig Gebühren an. Viele Vereine sind darüber empört und haben sich im Zuge dessen zur "Allianz Wassersport Geretsried" zusammengeschlossen, um sich gegen die anstehenden Nutzungsgebühren zu wehren. Zur Allianz gehören die Ortsgruppe Geretsried der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) , der Wasserball- und Schwimmverein 1972 Geretsried (WSV 72), der Tauchclub Oberland (TCO) und die Reha Sportgruppe Geretsried. Am 1. September starteten sie gemeinsam eine Online-Petition, mit der sie sich direkt an den Ersten Bürgermeister Michael Müller (CSU) und die Mitglieder des Stadtrates Geretsried richten. Die Petition läuft voraussichtlich noch bis zum 1. November dieses Jahres.

Vergangenen Samstag riefen die Vereine eine weitere Aktion ins Leben: eine Unterschriftensammlung. Ehrenamtliche Helfer versammelten sich dazu vor zwei Geretsrieder Supermärkten. Sie wollten den direkten Kontakt zu Geretsrieder Bürgern suchen, um auf ihre Probleme aufmerksam zu machen und um ihrem Wunsch Gehör zu verschaffen.

Die Reaktionen der Mitbürger seien zunehmend positiv, sagt Maiko Alpers, Vorstand der DLRG Geretsried. "Es ist sehr ermutigend, wie offen die Bürger - und hier in der Mehrzahl solche, die mit dem Schwimmsport gar nichts zu tun haben - für unser Problem waren und wie viele uns im Laufe dieses Samstags mit ihrer Unterschrift unterstützt haben", sagt Alpers. Auch den zweiten Vorstand des WSV 72, Uwe Röhler, stimmen die Reaktionen auf die Unterschriftenaktion optimistisch: "Obwohl die meisten ihre Wochenendeinkäufe verständlicherweise schnell hinter sich bringen wollen, haben doch mehrere hundert Kunden sofort Unterstützung für unser Anliegen gezeigt." Es freue ihn, dass so mancher Bürger offenbar die Meinung geteilt habe, dass Wassersportler nicht mit "Kosten belastet" werden sollten, während andere Sportvereine kostenfrei die städtischen Anlagen nutzen könnten. "Diese tolle Unterstützung zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagt Röhler.

Die Vereine planen nach eigenen Aussagen weitere Aktionen gegen die Nutzungsgebühren.

© SZ vom 15.09.2020 / IMG

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