In den Sozialen MedienFüssen auf den Fersen

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2021 setzt Bad Tölz auf eine Instagram-Strategie

Am Dienstag hatte Füssen im Allgäu wieder die Oberhand. Über 1000 Herzchen hinterließen die Instagram-Follower des kleinen Ortes für das Foto, auf dem eine verschneite Kirche zu sehen ist - da kann Bad Tölz noch nicht mithalten. Knapp über 350 Likes gab es für ein Foto vom Tölzer Kalvarienberg, für Susanne Frey-Allgaier ist das vermutlich nicht genug. "Unter den ersten Zehn müssen wir sein", sagt die stellvertretende Tölzer Kur- und Tourismusdirektorin und meint damit das Ranking des Web-Portals Travelcircus, das seit 2017 die beliebtesten Instagram-Kleinstädte zwischen 5000 und 20 000 Einwohnern kürt.

Noch ist Füssen im Allgäu in dieser Hinsicht eine Klasse für sich, wohl auch noch im kommenden Jahr, wenn die aktuellen Zahlen ausgewertet werden. Ein Top Ten Platz soll dann bei der Veröffentlichung der nächsten Ranking-Ausgabe herausspringen.

Aktuell rangiert die Kurstadt auf dem elften Platz. Die Tölzer haben sich deshalb für das neue Jahr viel vorgenommen. "Instagram bringt uns mit großem Abstand die meisten Zugriffe", sagt Frey-Allgaier. Sie möchte die Marketingstrategie noch mehr auf die sozialen Medien auslegen. Dazu brauche es vor allem mehr Professionalität: "Anfang des Jahres werden wir uns zusammensetzen und einen Redaktionsplan entwickeln", so sollen dann die Beiträge konzeptioniert werden. Die sollen nicht nur aus Aktuellem bestehen, sondern sich auch aus dem Archiv schöpfen, das in Tölz einiges zu bieten hat: Alte Fotos auf dem Instagram-Account reichen bis ins Jahr 1860 zurück, das hat nicht jede Stadt.

In der Umsetzung setzt Frey-Allgaier neben Fortbildungen im Online- und Social-Media-Marketing vor allem auf ihre jungen Mitarbeiter: "Die haben einfach ein noch viel besseres Gespür, etwa dann, wenn ein neues Feature auf Instagram verfügbar ist." Ob die Aufholjagd erfolgreich war, wird sich dann im kommenden Herbst zeigen.

© SZ vom 31.12.2020 / fhas - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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