Etliche Bürger hatten in den vergangenen Wochen laut darüber nachgedacht, ob man die ehemalige Schönklinik in Kempfenhausen als Behelfskrankenhaus für Coronapatienten reaktivieren könne. Derartigen Überlegungen erteilte der Geschäftsführer der Starnberger Kliniken und ärztliche Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz, Thomas Weiler, jetzt eine Absage. "Derzeit ist das nicht in der Überlegung", sagte er zur SZ. Laut Bergs Rathauschef Rupert Monn hatten die Gebrüder Schön dies angeboten.
Generell planen sie allerdings den Verkauf des rund 11 000 Quadratmeter großen Geländes an einen Investor. Für ihn wollen die Eigentümer im Vorfeld auch Baurecht schaffen. Diverse Gespräche hatte es dazu mit der Gemeinde bereits gegeben. Schließlich einigte man sich darauf, dass die ehemaligen Klinikbauten, außer der denkmalgeschützten "Villa de Osa", abgebrochen werden. Sie sollen fünf Dreifamilienhäusern im Osten des Grundstücks weichen. Der westliche Teil des Geländes mit seinem Park soll dafür von jeglicher Bebauung frei gehalten werden. "Wir haben im Interesse der Gemeinde das Beste herausgeholt", sagte Rathauschef Rupert Monn am Dienstag im Gemeinderat. Schließlich habe es für das Klinikareal einen Bebauungsplan gegeben, der einen noch nicht realisierten weiteren Neubau vorsah. Der Bebauungsplan sei vor Jahren allerdings von Anliegern gerichtlich gekippt worden, weil Entwässerungsfragen laut Gericht zu wenig berücksichtigt worden seien. Nur weil man jetzt einen neuen Bebauungsplan aufstelle, so Monn, könne man ein Gebäude von der Größe des geplanten Klinikbaus verhindern. Zumal dieser wesentlich weiter in Richtung See geragt hätte. Aus den Wortmeldungen in der Debatte wurde jedoch deutlich, dass so recht niemand im Gremium glücklich über die Entwicklung auf dem ehemaligen Klinikgelände ist.