Im Öha-Kunstraum "Totalausverkauf" in Tölz

Christian Stadelbacher verramscht die Kunst

Christian Stadelbacher erhebt den "Totalausverkauf" zur Kunst: Am Dienstag, 12. Dezember, eröffnet er die letzte Ausstellung im Öha-Kunstraum am Jungmayrplatz und verramscht, was nicht niet- und nagelfest ist: eine Lesung von Ulla Haehn, Musik von Horst Kubitz (Saxofon) sowie Bilder von Werner Härtl, Marianne Hilger, Patrizia Zewe, Dierk Schwender und von ihm selbst. "Dazu inspiriert wurde ich durch den in der Geschichte des Tölzer Ordnungsamtes wohl längsten und noch immer andauernden Schluss- und Räumungsverkauf der Firma Trachten Kirner", erklärt der Künstler in einem Schreiben.

Bei "weiterer und zugegebenermaßen grober Betrachtung der jüngeren Stadtentwicklung", so Stadelbacher weiter, könne der Anschein entstehen, "dass der Aus- und Abverkauf in Bad Tölz derart beliebt ist, dass er sich unterdessen in die Leitkultur eingeschlichen hat und das politische Handeln bestimmt". Statt Visionen zu entwickeln, verramsche die Stadt ihre Schätze: das Krankenhaus und die Geburtenstation, den Kurpark und das Alpamare. Zu befürchten sei, dass die Trinkhalle und die Alte Madlschule bald folgten.

Mehrere Künstler hätten deshalb das Thema "Totalausverkauf" aufgegriffen. Und "weil wir auch nicht wirklich wissen, was man anders machen kann", freuten sie sich über Gäste, die beim "heiteren Verramschen und Entwerten wertvoller Kunstobjekte" dabei sein wollten.

Vernissage am Dienstag, 12. Dezember, 18 Uhr; bis 17. Dezember, täglich von 14 bis 19 Uhr